17.08. – 21.08. 2027
Datum

Zwischen Palmen, Bergseen und wilden Alpentälern durchs Val Poschiavo.

Eine faszinierende Bergwelt, tiefblaue Seen und eine Landschaft, in der sich der Süden bereits mitten in den Alpen spüren lässt. Auf abwechslungsreichen Singletrails und historischen Wegen entdecken wir das Val Poschiavo mit viel Zeit für die Berge. Wir fahren durch lichte Lärchenwälder, geniessen fantastische Ausblicke und lassen uns immer wieder Zeit, die besondere Atmosphäre dieses ursprünglichen Bündner Südtals aufzusaugen. Ein genussvolles Bike-Camp für alle, die schöne Trails lieben und sich gerne Zeit nehmen zum Staunen, Geniessen und Einkehren.

Tourentyp Singletrail-Camp mit kürzeren Tagestouren und Zeit für Landschaft und Genuss
Dauer 4 Tage / 5 Touren
Gesamtstrecke ca 150 km
Gesamthöhenmeter ca 3’800 hm
Konditionslevel L1-2
Techniklevel S1-2
Guide Ueli Zimmer
Preis Kalkulation in Bearbeitung
Leistungen
5 geguidete Touren 4 Übernachtungen mit HP
4 Lunchpackete Abschluss-Apéro
Nicht inbegriffen
Getränke Individuelle An- und Rückreise
Persönliche Auslagen Versicherung
Unterkunft Herzliches und familiär geführtes Bikehotel.
Download PDF ist in Bearbeitung und erscheint im Spätherbst

Änderungen oder Anpassungen sind dem Veranstalter vorbehalten. Diese werden frühzeitig und vor Reiseantritt kommuniziert.

1

Dienstag, 17.08.2027

11:30 Uhr offizielle Begrüssung mit Briefing im Val Poschiavo. Anschliessend Halbtagestour – nach Rückkehr von der Tour nehmen wir das Hotel-Checkin vor.
2

Dienstag, 17.08.2027 bis Samstag, 21.08.2027

Singletrail-Touren gemäss Programm.
3

Samstag, 21.08.2027

Ca 14:30 Uhr Rückkehr von unserer Tour. Abschluss-Apéro und anschliessend individuelle Heimreise.

Zwischen Palmen, Bergseen und wilden Alpentälern durchs Val Poschiavo.

Beeindruckende Berglandschaften, tiefblaue Seen und abwechslungsreiche Singletrails sind beim Bike & Genuss im Val Poschiavo und Oberengadin unsere ständigen Begleiter. Alte Saumpfade, historische Verbindungswege und aussichtsreiche Trails führen uns durch eine faszinierende Alpenwelt, in der sich die rauhe Hochgebirgslandschaft mit der mediterranen Leichtigkeit verbindet. Mächtige Gipfel, wilde Seitentäler und glasklare Bergseen prägen diese einzigartige Region und lassen uns immer wieder innehalten und staunen.
Mit unseren Bikes entdecken wir einige der schönsten Wege im Val Poschiavo und Engadin. Wir nehmen uns Zeit für die Landschaft, für schöne Trails, die kleinen Momente unterwegs und lassen die besondere Atmosphäre dieser Bergwelt auf uns wirken. Wir nehmen uns Zeit für die Berge.
Das Val Poschiavo und das Oberengadin bieten dafür eine geradezu perfekte Bühne. Die Gletscher haben über Jahrtausende tiefe Täler, weite Hochflächen und eindrückliche Berglandschaften geschaffen. Auf unseren Touren erleben wir diese Gegensätze hautnah – vom hochalpinen Engadin hinunter ins sonnige Val Poschiavo. Dazwischen liegen unzählige Trails, stille Landschaften und gemütliche Orte, die geradezu dazu einladen, das Bike auch einmal stehen zu lassen und den Moment zu geniessen.

Unsere Touren

Abwechslungsreiche Touren durch eine einmalige und eindrückliche Berglandschaft. Die Touren sind zwischen 25 und 35 Kilometer lang und weisen 700 bis maximal 1’000 Höhenmeter auf. Wir nehmen uns Zeit für die Landschaft, geniessen die Trails und kehren unterwegs auch mal gemütlich ein.
Die Aufstiege führen über Alp- und Schotterstrassen, dazwischen ist auch einmal ein alter Saumweg dabei. Bei einigen Touren nutzen wir die Rhätische Bahn und lassen uns ein Stück der Höhenmeter ganz entspannt abnehmen. Dafür erwarten uns auf der anderen Seite kilometerlange, flowige Abfahrtstrails. Sie führen durch malerische Täler, über abwechslungsreiche Singletrails und immer wieder zu wunderschönen Aussichtspunkten.
Für dieses genussvolle Bike-Erlebnis sind eine gute Grundkondition und eine solide Fahrtechnik erforderlich. Im Vordergrund stehen jedoch nicht Kilometer und Höhenmeter, sondern das gemeinsame Unterwegssein, die Landschaft und die Freude am Biken.

Region

Das Val Poschiavo liegt zwischen dem Berninapass und dem Veltlin. Vom hochalpinen Berninagebiet führt das Tal hinunter bis nach Tirano in Italien – ein natürlicher Übergang zwischen dem Engadin und der lombardischen Ebene. Diese Lage hat die Geschichte des Puschlavs über Jahrhunderte geprägt. Handelswege, Saumpfade und Passübergänge machten das Tal zu einer wichtigen Verbindung über die Alpen. Bereits 824 wird Poschiavo erstmals urkundlich erwähnt. Im Mittelalter wechselten die Machtverhältnisse mehrfach, bevor sich das Tal 1408 dem Gotteshausbund anschloss und damit Teil der Drei Bünde wurde.
Mit der Eroberung des Veltlins durch die Bündner im Jahr 1512 gewann das Puschlav als Verbindung zwischen den Bündner Gebieten und den südlichen Untertanenlanden zusätzlich an Bedeutung. Handel und Transitverkehr nahmen zu – und mit ihnen auch der Schmuggel. Die Grenze zwischen der Schweiz und Italien verlief mitten durch eine Region, deren Menschen seit Jahrhunderten miteinander verbunden waren. Abgelegene Pässe, Wälder und alte Saumwege boten ideale Voraussetzungen, um Waren unbemerkt über die Grenze zu bringen. Kaffee, Tabak, Zucker, Alkohol und später vor allem Zigaretten wechselten auf geheimen Wegen die Seite.
Der Schmuggel war dabei weit mehr als ein Abenteuer einzelner Gesetzesbrecher. Gerade in den abgelegenen Tälern bot er vielen Menschen eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt aufzubessern. Besonders im 20. Jahrhundert entwickelte sich das Puschlav zu einer bekannten Schmugglerregion. Bis in die 1960er- und 1970er-Jahre waren die «Contrabbandieri» unterwegs und trugen tonnenweise Kaffee und Zigaretten auf versteckten Wegen über die Grenze nach Italien. Die Geschichten dieser Männer und Frauen, ihrer geheimen Pfade und nächtlichen Grenzgänge sind bis heute Teil der Erinnerungskultur des Tales.
Eine neue Zeit begann Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Bau der Berninabahn verband ab 1910 St. Moritz mit Tirano und machte aus dem abgelegenen Tal eine wichtige Verbindung zwischen Nord und Süd. Gleichzeitig entstanden grosse Wasserkraftwerke, welche die Landschaft und die Wirtschaft nachhaltig veränderten. Die spektakuläre Berninabahn mit ihren Viadukten und Kunstbauten gehört heute zum UNESCO-Welterbe «Rhätische Bahn in der Landschaft Albula/Bernina».
Heute begegnen wir dieser bewegten Geschichte auf unseren Bike-Touren immer wieder. Alte Verbindungswege, historische Saumpfade und abgelegene Übergänge erzählen von einer Zeit, in der das Überqueren der Berge weit mehr bedeutete als ein schönes Bike-Erlebnis. Wir fahren auf Wegen, die einst Händler, Auswanderer, Schmuggler und Reisende durch diese faszinierende Grenzregion führten – und entdecken dabei ein Tal, das bis heute seine ganz eigene Verbindung zwischen Norden und Süden bewahrt hat.