Überraschende Schweizer Trail- und Touren-Highlights.
Es gibt die bekannten Touren, die bekannten Pässe, die bekannten Trails. Und dann gibt es die anderen… Touren, die nicht auf jeder Liste stehen. Ecken, die es selbst in der Schweiz noch zu entdecken gibt. Trails und Landschaften, die man nicht einfach zufällig findet. Genau diese Touren möchte ich mit dir zusammen entdecken. Luki’s Swiss Insiders führt dich zu Schweizer Bike- und Trail-Highlights abseits des Mainstreams. Mal für einen Tag, mal für mehrere Tage. Mal technisch, mal flowig auch mal maximal fordernd – und immer mit der vollen Ladung Bike-Spirit.
| Tourentyp | 2-Tages Cross ohne Gepäcktransport | ||||||||||
| Dauer | 2 Tage, 2 Touren | ||||||||||
| Gesamtstrecke | 133 km | ||||||||||
| Gesamthöhenmeter | 5100 Hm | ||||||||||
| Kondition | 3 + 4 | ||||||||||
| Technik | S2 + S3 | ||||||||||
| Bike-Guide | Luki | ||||||||||
| Preis | CHF in Kalkulation / Euro in Kalkulation | ||||||||||
| Unterkunft | Hotel mit Doppelzimmer – EZ auf Anfrage | ||||||||||
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| Download | – |
Änderungen oder Anpassungen sind dem Veranstalter vorbehalten. Diese werden frühzeitig und vor Reiseantritt kommuniziert.
Mittwoch, 04.08.2027
Mittwoch, 04.08.2027 und Donnerstag 05.08.2027
Donnerstag 05.08.2027
Zwei Tage, zwei Bergwelten und jede Menge Abenteuer.
Wir starten im Zentrum von Chur und rollen schon in wenigen Minuten auf Trails in einen erlebnisreichen Tourentag hinein. Der lange Aufstieg führt hinauf auf einen beeindruckenden Höhenzug. Oben angekommen, öffnet sich die Landschaft und die Aussicht in alle Himmelsrichtungen ist atemberaubend schön. Die Weite, die Vegetation und die markanten Bergketten erinnern mich fast ein wenig an die Rocky Mountains. Wir folgen dem Kamm – ganz ohne Schieben geht es nicht – bis zum Gipfel. Die Abfahrt ist einfach nur gigantisch und gefühlt unendlich lang. Zwischendrin zeigt sie kurz ihre Zähne, dann geht es aber wieder in bester Flow-Manier weiter. Dabei tauchen wir mehr und mehr ein in ein faszinierendes wie abgeschiedenes Tal. Einst von den Walsern besiedelt war es über Jahrhunderte nur über verschiedene hohe Pässe erreichbar. Erst viel später entstand talabwärts eine direkte Verbindung ins Haupttal hinunter. Eine teilweise spektakuläre Strecke, die aber bereits vor rund 150 Jahren wieder aufgegeben wurde. Auf dem Bike können wir diesem alten Weg heute noch folgen – und staunen dabei immer wieder über die Ingenieurskunst und Kühnheit der damaligen Zeit.
Am zweiten Tag geht es definitiv ins Hochgebirge. Ein historischer Weg führt uns vorbei an malerischen Bergdörfern, hoch zu Alpen und immer weiter bis zu einem entlegenen Passübergang. Die Szenerie wird nochmals eine Nummer spektakulärer. Mächtige Wandfluchten, tief eingeschnittene Täler und eine faszinierende Abgeschiedenheit. Das Ganze ist ein Abenteuer der Extraklasse und wartet auch fahrtechnisch mit einigen Herausforderungen auf uns. Nach einer gefühlt unendlich langen Abfahrt stehen wir unten im Talboden, schauen zu den fast senkrechten Bergen empor und können kaum glauben, was wir da soeben geschafft haben. Die letzten Kilometer rollen wir gemütlich Richtung Glarus, wo wir auf unseren Kurz-Cross anstossen. Zwei Tage, historische Wege, gewaltige Berglandschaften und Trails, die für immer in Erinnerung bleiben.
Unsere Touren
Landschaftlich ist die Tour enorm spektakulär und abwechslungsreich. Konditionell und fahrtechnisch ist es eine anspruchsvolle wie alpine Tour. Zwei Tage lang reiht sich ein Highlight an das nächste. Gewaltige Berglandschaften, atemberaubende Singletrails und historische Übergänge machen die beiden Etappen zu einem grossen Erlebnis.
Die Höhenmeter werden im unteren Bereich auf einsamen Bergstrassen absolviert. Im mittleren Bereich sind es Forst- und Saumwege und in höheren Lagen Snigletrails. Ganz ohne Schieben/Bike Tragen geht es nicht. Auch bei bester Kondition sind es an beiden Tagen je ca 15-20 Min. Oft folgen wir uralten Verbindungswegen, deren ursprüngliches Wegtrassee bis heute erhalten geblieben ist. Diese führen durch aussichtsreiche Flanken, hinein in einsame Hochtäler und hinauf zu hohen Übergängen.
In den Abfahrten erwarten uns enorm lange und abwechslungsreiche Singletrails der Extraklasse. Von technischen Fels- und Steinpassagen bis zu flowigen Waldtrails ist alles enthalten. Bei sicherer Bike-Beherrschung sind rund 99 % der Abfahrten fahrbar.
Am ersten Tag absolvieren wir 76 km und 2850 Hm, am zweiten Tag sind es 57 km und 2250 Hm. Beide Tage können bei Bedarf etwas gekürzt werden. Für die genussvolle Teilnahme sind eine sehr gute Kondition sowie eine sehr gute Fahrtechnik erforderlich.
Region
Mit dem Rückgang der römischen Herrschaft veränderte sich auch die Bevölkerung in den inneren Alpentälern. Ab dem ausgehenden 8. Jahrhundert wanderten Alemannen über hohe Pässe ins Oberwallis ein. Im Hochmittelalter setzte eine erneute Wanderbewegung ein, diesmal verliessen Gruppen von Oberwallisern ihre angestammte Heimat und zogen über die Alpenpässe nach Süden, Osten und Westen. Aus den Wallisern wurden Walser und es entstanden nach und nach zahlreiche neue Siedlungen in abgelegenen und hochgelegenen Tälern. So auch in Graubünden wo auf diese Weise auch „unser“ abgeschiedenes Tal erschlossen wurde. Um 1300 liessen sich hier Walser, vor allem aus dem Rheinwald, nieder. Sie besiedelten verschiedene Höhenlagen und machten aus einer abgelegenen Berglandschaft einen dauerhaft bewohnten Lebensraum. Die Gründe für diese Auswanderung sind bis heute nicht restlos geklärt. Sicher ist jedoch, dass die Walser als ausgesprochen gute Bergbauern und Höhenspezialisten galten. Sie waren es gewohnt, dort zu leben und zu wirtschaften, wo andere Menschen kaum siedeln konnten. Territorialherren förderten deshalb ihre Ansiedlung in abgelegenen Gebieten und statteten diese Walserkolonien teilweise mit besonderen Rechten aus. Damit begann auch der Ausbau eines Wegenetzes, das für das Überleben dieser Gemeinschaften entscheidend war. Vieh musste zu den Alpen getrieben, Holz und Waren transportiert und die Verbindung zu den benachbarten Tälern aufrechterhalten werden. Alte Pfade wurden ausgebaut und hohe Pässe wurden zu wichtigen Verbindungen. Manche dieser Wege waren über Jahrhunderte die einzige Verbindung zur Aussenwelt.
Auch der zweite Teil unserer Tour führt über einen Weg, der Geschichte geschrieben hat. Der Übergang zwischen Graubünden und Glarus war über Jahrhunderte eine wichtige Verbindung für Viehtrieb, Handel und Warenverkehr. Bereits im 16. Jahrhundert wurde der Passweg auf Glarner Seite ausgebaut und mit hohen Stangen markiert, damit die Route auch nach starken Schneefällen wiedergefunden werden konnte. Im 17. und 18. Jahrhundert nutzten Söldner, Händler und Viehtransporte den Übergang. Aber auch bei kriegerischen Auseinandersetzungen im 18. Jahrhundert hatte er eine wichtige Rolle gespielt. Der alte Passweg verlor im 19. Jahrhundert zunehmend an Bedeutung. Für uns ist er eine aussergewöhnliche Verbindung zwischen zwei völlig unterschiedlichen Bergwelten – und gleichzeitig ein Stück Schweizer Geschichte, das wir mit dem Bike hautnah erleben können.









