26.06. – 03.07. 2027
Datum

Im Reich der Partisanen.

Auf den Spuren der Partisanen und auf den vergessenen Wegen einsamer Hirten entdecken wir eine der entlegensten Mountainbike-Regionen der südlichen Seealpen. Historische Saumwege, uralte Dörfer, gut versteckte Täler, hohe Berge, tiefe Schluchten und eine exotische Geologie prägen diese aussergewöhnliche Alpenlandschaft. Auf atemberaubenden Singletrails tauchen wir ein in diese wilde, ursprüngliche und bis heute weitgehend unbekannte Alpenwelt.

Tourentyp Singletrail Camp mit einem Hotelwechsel.
Dauer 7 Tage, 6 + 1 Touren
Gesamtstrecke 295 km
Gesamthöhenmeter 12’150 Hm
Kondition 3 + 4 (Leisungslevel erklärt)
Technik S2 + 3 (Singletrial-Skala erklärt)
Bike-Guide Luki
Preis CHF 1’690.00 / Euro 1’690.00
Unterkunft Wir übernachten an zwei verschiedenen Orten und machen Mitte der Tourenwoche einen Hotelwechsel. Beide Hotels sind authentisch und familiär geführte Unterkünfte.
Leistungen
7 Übernachtungen 7 Abendessen
7 geführte Touren Tägliches Lunchpacket
Nicht inbegriffen
Getränke Persönliche Auslagen
Versicherungen Individuelle An- und Rückreise
Option
Download Tourenprogramm (PDF)

Änderungen oder Anpassungen sind dem Veranstalter vorbehalten. Diese werden frühzeitig und vor Reiseantritt kommuniziert.

1

Samstag, 26.06. 2027

Individuelle Anreise in die Seealpen. 15:00 Uhr, Zimmerbezug bereits möglich. 16:30 Uhr, mit allen die bereits da sind, mache ich eine erste kurze „Einwärmrunde“. 19:00 Uhr offizielle Begrüssung und anschliessendes Abendessen.
2

Sonntag, 27.06. 2027 bis Freitag, 02.07. 2027

Biketouren gemäss Programm.
3

Samstag, 03.07. 2027

Gemeinsames Frühstück und anschliessend individuelle Heimreise.

Im Reich der Partisanen.

Inmitten der Ausläufer der wilden Seealpen hat die Natur etwas geschaffen, was in dieser Art, im gesamten Alpenbogen von Wien bis Nizza, einzigartig ist. Ein Landschaftsszenario welches uns viel mehr an den Atlas, an Utah oder Australien erinnert als an «heimische» Gefilde. Es ist die exotischste Trailregion der Alpen. Stundenlang fahren wir über Trails, welche uns in ihrer Art geradezu auf ferne Kontinente katapultieren. Wunderschön, dass dies bis heute unentdeckt geblieben ist und noch in keinem deutschsprachigen Magazin darüber geschrieben wurde. Auch nach 20 Jahren Guiden darf ich in den Alpen immer noch neues, unbekanntes und beeindruckendes entdecken und erkunden.
Die südlichen Seealpen gehören in Sachen Abwechslung, Trailart und Landschaft klar zum Besten was sich der versierte Biker vorstellen kann. Irgendwann werde ich eine Rangliste der «Luki’s Best-Trail-Reviere» machen – da wo es richtige «Trailmaterie» gibt – und auf dieser Rangliste wird diese Region vorne dabei sein.

Unsere Touren

Wir fahren primär auf alten Verbindungswegen, welche die Bergdörfer und Alpsiedlungen miteinander verbunden haben. Aber auch Militärwege, Partisanenwege und längst vergessene Hirtenpfade gehören dazu. Vereinzelt nutzen wir Wege vom längst vergangenen Bergbau. Der Hauptteil der Trails sind Wald-, Wiesen- und vor allem Felsentrails – sie sind verspielt und ein wahrer Bikertraum. Die spektakulären Felsentrails haben einen fordernden Charakter da hier eine besonders verspielte Fahrweise gefordert wird. Absturzgefährdet sind diese Trails jedoch nicht. Eine versierte Fahrtechnik und Bikebeherrschung ist wichtig. Die Wege sind meist griffig und fest. Die Höhenmeter werden auf Bergstrassen (hier kann für eine Verschärfung auch abschnittsweise auf den historischen Bergweg ausgewichen werden), alten Militärwegen und oft auch auf Singletrails absolviert. Die Touren sind zwischen 30 und 55 km lang und weisen zwischen 1200 und 2500 Höhenmeter auf. Der Hauptteil der Touren kann bei Bedarf «entschärft» oder verlängert werden. Für die genussvolle Teilnahme ist eine sehr gute Kondition und Fahrtechnik erforderlich.

Region

Das zerklüftete Gebirgsland zwischen Durance und Var ist unglaublich verwinkelt. Die wilden Berge und die tief eingeschnittenen Täler waren eine Herausforderung für den historischen Saumverkehr. Trotzdem entstanden unzählige und spektakuläre Passverbindungen in diese abgelegenen und oftmals schwer zugänglichen Talschaften. Für den modernen Verkehr war dies nicht möglich und so haben die Täler bis heute viel von ihrer Ursprünglichkeit erhalten können.
Bis weit in die Neuzeit war diese Gebirgsregion ein Zankapfel zwischen den Mächten, welche gerade östlich oder westlich davon herrschten. Gewisse Regionen bekamen zwischenzeitlich durch diesen Umstand ein hohes Mass an Autonomie. Mit dem Beginn der Neuzeit entschied dann Frankreich nach und nach den Kampf für sich. Ganz zufrieden ist man in den Tälern bis heute nicht – Autonomie und Unabhängigkeit von Frankreich ist auch Heute noch ein Thema.
Unsere Tourenregion ist so abgeschieden, dass sie gar während der Besatzung im zweiten Weltkrieg nicht entdeckt wurde. Zahlreiche jüdische Familien haben hier Zuflucht und Schutz gefunden und wurden mit Gastfreundschaft empfangen. Gegen Ende des Krieges wurde es noch mal brenzlig, als die deutsche Wehrmacht vorrückte. Schnell wird in den entlegenen Dörfern eine Befreiungsarmee gegründet und Abwehrsysteme wurden aufgebaut. Mit Luftabwürfen von Ausrüstung und Waffen wurden sie von den Alliierten unterstützt. Zufahrtswege wurden durch Brückensprengungen unpassierbar gemacht, und die Bewohner verliessen bereits vorsorglich ihre Dörfer und flüchteten in das unzugängliche Gebirgsland. Die Sache war dann schnell vorbei – die Wehrmacht zog sich zurück und die Leute konnten in ihre unversehrten Dörfer zurückkehren.