Hochalpines und wildes Piemont.

Kaum eine andere Mountainbike-Region verbindet hochalpine Landschaften, historische Militärwege, uralte Maultierpfade und endlose Singletrails so eindrucksvoll wie dieses ursprüngliche Tal im Herzen der Cottischen Alpen. Der alles überragende Monviso – mit 3841 Metern der höchste Gipfel der Cottischen Alpen – begleitet uns dabei wie ein stiller Wächter. In einer der ursprünglichsten und faszinierendsten Region der Alpen erleben wir verlassene Dörfer, gelebte okzitanische Kultur, herzliche Gastfreundschaft und eine ausgezeichnete piemontesische Küche.

Tourentyp Singletrail-Doppelcamp (2 Stärkegruppen)
Dauer 7 Tage, 6 Touren + 1 Einwärmrunde
Gesamtstrecke Gruppe A: 331 km / Gruppe B: 217 km
Gesamthöhenmeter Gruppe A: 15’200 Hm / Gruppe B: 9’400 Hm
Konditionslevel Gruppe A: L3 + L4 / Gruppe B: L3 (Leisungslevel erklärt)
Techniklevel Gruppe A: S2 + 3 / Gruppe B: S1 + 2 (Singletrial-Skala erklärt)
Bike-Guide Lukas Stöckli & Ueli Zimmer
Preis Kalkulation in Bearbeitung
Unterkunft Wir wohnen in einem charmanten, familiär geführten Hotel mit viel Charakter und persönlicher Atmosphäre. Die gemütlichen Zimmer bieten den perfekten Rückzugsort nach erlebnisreichen Tagen auf dem Bike – ein Ort zum Ankommen, Durchatmen und Geniessen. Eingebettet in eine ursprüngliche Bergwelt verbindet dieser besondere Platz Ruhe, Authentizität und italienische Gastfreundschaft. Die Küche verwöhnt mit regionalen Spezialitäten, frischen Zutaten und viel Liebe zum Detail. Gerade am Abend, wenn die Berge zur Ruhe kommen, entfaltet dieser exklusive Ort seine besondere Magie: feines Essen, herzliche Begegnungen und die Vorfreude auf neue Abenteuer.
Leistungen
7  Übernachtungen 7 Abendessen
7 geguidete Touren 7 Lunchpackete
Nicht inbegriffen
Wäscheservice Getränke
Persönliche Auslagen Versicherung
Individuelle An- und Rückreise
Option Einzelzimmer gegen Aufpreis. Organisation vor Ort und ohne Garantie.
Download
PDF ist in Bearbeitung und wird im Herbst aufgeschaltet

Änderungen oder Anpassungen sind dem Veranstalter vorbehalten. Diese werden frühzeitig und vor Reiseantritt kommuniziert.

1

Samstag, 19.06.2027

Individueller Anreise ins Valle Maira (Piemont). Zimmerbezug ab 15:00 Uhr möglich. Mit allen, die um 16:00 Uhr da sind, mache ich eine erste „Einwärmrunde“ (ca 300 Hm). 19:00 Uhr offizielle Begrüssung und anschliessend gemeinsames piemontesisches Abendessen.
2

Sonntag, 20.06. 2027 bis Freitag, 25.06. 2027

Biketouren gemäss Programm.
3

Samstag, 26.06. 2027

Gemeinsames Frühstück und anschliessend individuelle Heimreise.

Hochalpines und wildes Piemont.

In kaum einem anderen Alpental kenne ich eine solche Dichte an spektakulären Singletrails in einer derart beeindruckenden Hochgebirgslandschaft. Die sogenannten „Cuneo-Dolomiten“ haben mich vor über 25 Jahren tief in ihren Bann gezogen und meinen Bikespirit nachhaltig geprägt. Es ist nicht nur die wilde Bergwelt und das unglaubliche Wegenetz, welche diese Region so einzigartig machen. Es sind ebenso die stillen Bergdörfer, die okzitanische Kultur, die Sprache, die Menschen und die Geschichten, die sich in dieser Landschaft verborgen haben. Das Valle Maira besitzt ein kaum fassbares historisches Wegenetz. Über Jahrhunderte entstanden Alpwege, Maultierpfade und spektakulär angelegte Militärwege, welche einst die entlegenen Bergdörfer miteinander verbanden. Aus rund 1000 Kilometern Singletrails habe ich die schönsten und eindrücklichsten Touren zusammengestellt, die sämtliche Register ziehen. Von hochalpinen Landschaften über historische Pfade und verspielten Trails bis zu atemberaubende Panoramen.
Unsere Touren führen tief hinein in die Cottischen Alpen – von einsamen Tälern über aussichtsreiche Höhenwege bis in hochalpine Regionen auf knapp 3000 Metern. Dabei begleitet uns der Monviso, der höchste Gipfel der Cottischen Alpen, immer wieder als markanter Orientierungspunkt und majestätischer Wächter dieser faszinierenden Bergwelt. Vollendet wird diese exklusive Bikewoche durch den Aufenthalt in einem der stilvollsten Häuser des Tales. Rustikaler Charme, authentische Gastfreundschaft und eine der besten Küchen des Valle Mairas schaffen einen Rahmen, der diese Woche auch abseits des Bikes tief beeindruckt.

Unsere Touren

Unsere Touren führen über schmale Bergstrassen, historische Wege, anspruchsvolle Trail-Uphills und aussichtsreiche Höhenwege tief hinein in die Cottischen Alpen. Der hohe Offroad-Anteil macht die Aufstiege fordernd und abwechslungsreich. Die Abfahrten bieten die ganze Bandbreite des Mountainbikens von flowigen Wiesentrails bis hin zu technisch anspruchsvollen Passagen. Viele der Trailschätze sind bis heute nahezu unbekannt geblieben. Gerade versierte Mountainbiker entdecken hier ein Wegenetz, das echten Bikespirit vermittelt mit einsamen Pfaden, spektakulären Landschaften und einer Ursprünglichkeit, wie sie in den Alpen nur noch selten zu finden ist.
Die Touren sind so gestaltet, dass sie praktisch nach Belieben angepasst werden können. Schleifen können weggelassen oder eingebaut werden. Somit kann ich auf die Bedürfnisse von jedem einzelnen eingehen. Ein Gruppenwechsel ist täglich möglich – einige Male sogar während den Touren.

Gruppe A

Die Touren der Gruppe A sind zwischen 45 und 64 Kilometer lang und weisen 2200 bis 3000 Höhenmeter auf. Die Aufstiege führen über Bergstrassen, alte Militärwege, Saumpfade und oft auch über sehr fordernde Trail-Uphills. Die Abfahrten bieten die komplette Bandbreite von flowig bis technisch anspruchsvoll. Für die genussvolle Teilnahme sind eine sehr gute Kondition und eine sichere Fahrtechnik erforderlich (Level 3+4).

Gruppe Plaisir

Die Plaisir-Gruppe ist, abgesehen von zwei Touren, in denselben Regionen und oft auf identischen Trails unterwegs. Die anspruchsvollsten und steilsten Abschnitte werden umfahren oder entschärft, wodurch die Touren kürzer und etwas einfacher sind. Die Touren sind zwischen 30 und 40 Kilometer lang und weisen 1150 bis 1800 Höhenmeter auf. Auch hier erwarten uns spektakuläre Singletrails, hochalpine Landschaften und viele gemeinsame Erlebnisse mit der Gruppe A. Für die genussvolle Teilnahme sind eine gute Kondition und eine gute Fahrtechnik erforderlich (Level 3).

Region

Die Menschen haben seit Jahrhunderten in den ausgesprochen wilden Berggebieten des Piemonts ihre Spuren hinterlassen. Nirgends erlebten die Alpen zwischen Wien und Nizza eine marginalere Veränderung als hier. Die Industrialisierung und der Tourismus blieben fast gänzlich aus. Was für Natur- und Ruhesuchende ein Segen ist, ist jedoch für die Menschen dieser Täler ein hartes Los. Die grösste Veränderung welche diese Gebirgstäler erlebten ist denn auch die anhaltende Abwanderung. Seit rund 150 Jahren schreitet diese Entvölkerung voran, wobei der Rückgang vielerorts bei 90 Prozent oder mehr liegt! Das Neraissatal in den südlichsten Cottischen Alpen zählte 1890 rund 550 Einwohner, heute lebt hier nur noch eine Person! Das 50 Kilometer lange Valle Maira hat aktuell noch eine Bevölkerungsdichte von 2,5 Einwohner/km2. Nimmt man als Vergleich Graubünden, den am dünnsten besiedelten Schweizer Kanton , so ist dessen Bevölkerungsdichte über zehnmal höher.
Dieser Exodus führt zu aufgelassenen Alpweiden und Alpen oder zu gänzlich verlassenen Dörfern. Die Natur holt sich ihr Territorium zurück, das ihr die Menschen während Jahrhunderten in harter Arbeit abgerungen haben. Die starke Entwertung der Piemontesischen Alpen führt dazu, dass eine einst blühende Kulturlandschaft allmählich verwildert und die Spuren des Menschen langsam verschwinden. Eine „Alpenwelt“, die stark und vor allem nachhaltig beeindruckt. Das unglaubliche Wegenetz, die vielfältigen Traditionen und die reich verzierte Kirchen zeugen noch heute von der ehemals grossen Kulturlandschaft. Unsere Biketouren auf historischen Pfaden sind geradezu prädestiniert, um Geschichten, die unsere Alpenwelt prägen und prägten, hautnah mitzuerleben.