Sonnenschein pur, frühlingshafte 12 Grad im Tal und ab 1100 Metern nach wie vor eine geschlossene Schneedecke. Dank dem schneereichen Winter können wir, auch nach mehreren sehr warmen Tagen, immer noch von diesen „Schnee-Reserven“ profitieren. Die Nächte sind nach wie vor kalt und unsere Schnee-Trails waren schon vor der grossen Wärme hart gepresst und so hatten wir trotz den enorm hohen Temperaturen immer noch überraschend gute Bedingungen für die „Fatbike und Adventure-Tour“.
Beim Start in Dallenwil war unser Tenü bereits sehr auf Frühling eingestellt. An den warmen Südhängen des Stanserhorns machen wir schnell höhe. Auf 1200 Metern wechseln wir in die Nordhänge des Gummen, es wird deutlich kühler und der Winter macht sich nun doch noch bemerkbar.
Für den Asphalt-Aufstieg hatten wir die Reifen noch gut gepumpt. Der Schnee ist erreicht und es wird ordentlich Luft abgelassen……mit 0,3 – 0,4 Bar in den Reifen haben wir den besten Gripp auf diesem Schlittelweg. Gut gestärkt nach einem „Outdoor-Apero“ mit heissem Früchte-Tee und feinen Dörrfrüchten nehmen wir diesen Snow-Uphill in Angriff.
Wir geniessen die Ruhe und Einsamkeit in dieser Wintermärchenwelt. Der Schneekonsistenz ist wegen der hohen Temperatur eine Herausforderung aber mit einer sorgfältigen Technik und viel Krafteinsatz fast alles fahrbar. Trotz der aussergewöhnlichen „Frühjahrswärme“ ist der Weg nämlich nach wie vor relativ hart. Nur noch wenige Meter und wir erreichen 1200 Meter über dem Engelbergertal unsere „Wechselzone“…
…denn das Sportgerät wird gewechselt – ab nun geht es auf den Schneeschuhen weiter. Die Felswände um uns herum werden höher. Kaum erkennbar und gut versteckt zwischen den Tannen, gibt es einen 30 Meter tiefen und 100 Meter langen Felseinschnitt. Dieser durchtrennt eine durchgehende Felswand und lässt uns wieder auf die andere Kammseite gelangen. Mit Hilfe von Fixseilen durchqueren wir diese spektakuläre Szenerie.
Nach dem wir den höchsten Punkt erklommen haben geht es zurück aufs Fatbike. An den Südhängen ist es auch auf 1600 Metern bereits aper. Gut führt unsere Route durch die noch schneebedeckten Nordhänge. Wir rauschen auf Schneeschuhtrail durch Wälder und über offene Weiden. Das Vertrauen in die dicken Reifen baut sich mehr und mehr auf. In den Kurven werden Grenzen ausgelotet – der Eine oder andere Abgang endet im Schnee.
Statt dem obligaten Wirzweli-Fondue stillen wir unseren Hunger in Takeaway-Manier mit Sandwich und heissem Tee und lassen den erlebnisreichen Tag gemeinsam ausklingen. Danke euch allen für diesen einzigartigen Fatbiketag in meiner Heimat und die wunderbaren Emotionen die wir zusammen erleben durften.
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