Manchmal plant man eine Fatbike-Tour mit viel Erfahrung, einer guten Portion Bauchgefühl – und trotzdem hält der Winter noch eine kleine Überraschung bereit. So geschehen heute bei unserem ersten Fatbike-Event der Wintersaison 2025/26.

Die Ausgangslage um einen maximal coolen Fatbike-Tag zu organisieren war eine Herausforderung. Tage zuvor wenig Schnee, dann Niederschläge mit starkem Westwind. Wie viel Schnee es geben wird war kaum voraussehbar. Bei der Befahrung der Route am Vortag hatte es in den höheren Regionen 10 cm gut rollender Schnee, in den tiefen lagen waren die Wege aper. Den ganzen Tag über hätte es schneien sollen doch nichts ist passiert. Aber in der Nacht kam der Schnee – und wie. Bis zu unserem Start um 11 Uhr schneite es wunderprächtig. Das heisst dass Schlittelwege, Winterwanderwege oder Schneeschuhtrails noch gar nicht gespurt sind oder dann viel zu weich wären. Meine Lösung: Nicht zu hoch hinaus, coole Trails, Tiefschneeabfahrten und eine Tour die man im Sommer niemals fahren sollte…

Spurarbeit deluxe! Bis zu 35 cm Neuschnee warteten auf uns. Das bedeutete Spurarbeit vom Feinsten. Nahezu sämtliche Höhenmeter wurden im frischen Pulver absolviert und forderten ordentlich Kraft, Geduld und einen runden Tritt. Die Uphills saugten Körner wie ein Staubsauger – aber genau das macht auch ein echtes Fatbike-Abenteuer aus.

Die Abfahrten ein Traum. Unverspurter Tiefschnee, breite Reifen, viel Flow und dieses breite Grinsen im Gesicht, das man auch bei minus vier Grad nicht mehr wegkriegt. Fatbiken, wie es im Bilderbuch steht.

Märchenwald und Wintermagie. Die Stimmung im tief verschneiten Wald war schlicht einzigartig.

Besonders beeindruckend: Der Schnee reichte diesmal bis ganz hinunter zum Seeufer. Selbst auf Höhe des Vierwaldstättersees lag eine geschlossene Schneedecke – etwas, das man hier nicht alle Tage erlebt. Oben strahlend blauer Himmel, unten der tiefblaue See und dazwischen eine fast kitschig schöne, tief verschneite Naturlandschaft. Einer dieser Tage, an denen man sich immer wieder fragt, ob das gerade echt ist oder einfach ein sehr gut gemachtes Wintermärchen.

Genau das macht den Reiz des Winter-Fatbikens aus. Und ja – es ist gelungen. Die Tour hatte Charakter, forderte heraus, brachte uns zum Lachen und sorgte für jede Menge „Wow“-Momente. Fazit: Mehr Schnee als erwartet, mehr Spurarbeit als geplant – aber auch mehr Spass als erhofft. Es wurde gespurt, gelacht, geschwitzt und genossen. Eines ist sicher: Der nächste Fatbike-Alarm ist schon am 23. – 24. Januar.


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