Im Herzen der Nidwaldner Bergwelt erlebten wir einen beeindruckenden Fatbike Event. Wetter, Schnee und die Stimmung waren perfekt. Ein exklusiver Auftakt in die Fatbike-Tourensaison 2018 der geradezu mit einzigartigen Schneeverhältnissen verwöhnte… → VIDEO ←
Über dem Nebelmeer erwartet uns Sonnenschein und stahlblauer Himmel. Nach einer „Schnee-Angewöhnungs-Runde“ und den entsprechenden Setups ging es los. Die warmen Temperaturen und der starke Wind der letzten Woche, haben der Schneehöhe arg zugesetzt. Aber die Schneequalität war top und bescheren uns ein bleibendes Erlebnis.
Der Sonnenstand ist tief und die Hänge wo wir unterwegs sind, werden von den wärmenden Sonnenstrahlen nur kurze Zeit erfasst. Ganz im Gegensatz zu den Südhängen haben wir hier ab ca 1300 Metern nach wie vor „tiefer“ Winter. Die kurze Zeit wo die Sonne ihren höchsten Stand erreicht, nutzen wir gezielt aus und geniessen dabei schon fast frühlingshafte Verhältnisse.
Beim Chienerenegg reicht die Sicht hinüber zum Gummengrat. Im Hintergrund, rechts der Bildmitte, sticht die markante Kuppe des Titlis in den blauen Himmel. Der Schnee ist kompakt und wir können unsere eigenen Wege wählen. Dank unseren Fatbikes können wir bei diesen Verhältnissen praktisch alles befahren. Wir sind auf keine Strassen, Schlittelwege oder Schneeschuhtrails angewiesen. Wir befahren Routen wo im Sommer keine Wege existieren. Ganz spontan bauen wir die Eine oder Andere „Zusatzschleife“ ein und nutzen Geländekuppen zum Jumpen oder Mulden um Kompression aufzubauen und zu Beschleunigen. In den steileren Hängen machen wir Schwünge wie beim Skifahren – wir kosten den Winter von seiner süssesten Seite…
Der Regen und der warme Wind von letzter Woche, haben die Schneedecke in diesen Höhenlagen komplett durchfeuchtet. Die folgende Kälte liess sie gefrieren und hat sie äusserst kompakt und hart gemacht. Am Donnerstag gab es dann noch 2 cm Neuschnee oben drauf. Bedingungen die das Fatbiken zu einem fast grenzenlosen Spass machen. Wie mit den Tourenskis und den Schneeschuhen können wir unsere eigenen Routen befahren und lernen die verborgenen und schönsten Winkel dieser malerischen Landschaft kennen.
An den exponierteren Stellen ist der Schnee weggeschmolzen. Mit dem Fatbike kein Problem, den ob Schnee oder aper spielt uns keine Rolle. Heute kennen wir keine Grenzen. Und so tauchen wir am Ende des Tages, wo die Berge in der untergehenden Sonne zartrosa leuchten, ins Nebelmeer ab und rauschen auf trockenen Trails bis ins Tal hinunter.
Nach der obligaten Gipfelbefahrung – 1200 Meter über dem Talboden – geht es rasant bergab. Im Hintergrund die mächtigen Walenstöcke. Wir sind im Herzen von Nidwalden und dazu auf einem der schönsten Aussichtspunkte. Das 360° Panorama ist atemberaubend schön. Es scheint, als ob wir die Welt für uns haben. Gemeinsam geniessen wir die Abfahrt auf hart gepressten Schneeschuhtrails. Wir spielen auf unseren Bikes und mit dem Schnee. Die Bewegungen werden geschmeidiger und lockerer – die Fatbike-Saison ist definitiv lanciert…
Vielen Dank euch allen für diese emotionale Saison-Eröffnung.
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