Dreihundert Kilometer nördlich vom Polarkreis startete unser Abenteuer. Einsamste Natur begleitete uns auf dem langen Weg gen Süden. Klare Polarluft, blauer Himmel, Sonnenschein, tief verschneite Tannen und klirrende Kälte – der Winter zeigte sich von der schönsten Seite. Die Natur gab den Takt vor, die Zeit ging vergessen. Demut, Dankbarkeit und eine tiefe innere Zufriedenheit lösten Glücksgefühle aus, welche uns für immer prägen. In Ivalo beim Inarisee startet unsere Fatbike-Expedition. Der über 1000 km2 grosse See hat 3300 Inseln und hat eine grosse Bedeutung in der Mythologie der Sami. Es ist der einzige Tag auf unserer Tour, an welchem Schneefall angesagt ist. Über zugefrorene Flüsse, über Hügel und durch malerische Wälder biken wir heute nach Saariselkä. Bis in die 1960-er Jahre war der Ort völlig unbekannt und war ausschliesslich von Sami bewohnt welche hier ihre traditionellen Lebensweisen mit Rentierzucht und Jagd pflegten. Der Schnee rollt gut, wir kommen zügig voran und erreichen das Ziel mit genügend Reserven was für die kommenden langen Tage wichtig ist. Schnell haben wir Saariselkä hinter uns gelassen und mit jedem Kilometer wird es einsamer und ruhiger. Die Natur hat definitiv das Zepter übernommen. Die 10 cm Neuschnee von gestern, beschenken uns für die nächsten Tage mit einer zusätzlichen Steigerung dieser Bilderbuch-Winter-Landschaft. Unberührte Natur, Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen um -5 Grad – Fatbiken in dieser Wildnis ist ein unendliches Privileg. Nun biegen wir ein auf die Spuren der Goldsucher, denn hier begann in den 1860er Jahren der Goldrausch von Lappland. Er war kurz und intensiv und zurückgeblieben ist nur der kleine Ort Tankavaara wo alles begann. Heute gibt es hier ein Museum und einige wenige Holzhäuser, welche an den Wild-Westen erinnern. Offene Kiefern- und Fichten-Wälder säumen unsere Tour. Aus der grösstenteils eher flachen Umgebung erheben sich vereinzelte Fjells. Zeichen der Zivilisation sind längst verschwunden. In
Dreihundert Kilometer nördlich vom Polarkreis startete unser Abenteuer. Einsamste Natur begleitete uns auf dem langen Weg gen Süden. Klare Polarluft, blauer Himmel, Sonnenschein, tief verschneite Tannen und klirrende Kälte – der Winter zeigte sich von der schönsten Seite. Die Natur