Tourenbericht „Singletrail-Cross Mont-Blanc” (13. – 16. August)

Ein Trailspektakel am mächtigsten Berg der Alpen. Beim 4810 Meter hohen Mont-Blanc-Massiv war irgendwie alles eine Nummer grösser und spektakulärer. Das Massiv ist geprägt von spitzen Granitzacken, gewaltigen Felswänden, senkrechten Felspfeilern und tief eingeschnittenen Tälern. Riesige Gletscher mit tiefen spalten und mächtigen Séracs reichen noch heute fast bis in die Täler hinunter. Die Dimensionen waren kaum fassbar – auch diejenigen der Trails. Vor allem was die Länge und die Art der Wege, aber auch das Panorama und Erlebnis anbelangte.

Geradezu gemächlich starten wir in den Mont-Blanc Cross hinein. Die ersten tausend Höhenmeter sind die einfachsten der gesamten Tour. Zusammen mit der schönen Abfahrt sind wir auf einen Schlag mitten in unserem Bike-Abenteuer. Wir überqueren auf 2500 Metern nun die Grenze und erreichen das italienische Aostatal. Es eröffnet sich dieses unglaubliche Panorma. Für mich nach wie vor einer der schönsten Plätze in den Alpen. Kaum irgendwo kommen wir mit dem Bike so nahe an die höchsten Felswände und an die mächtigsten Gletscher der Alpen heran. Wir sind beeindruckt – es sind genau diese Momente wo ich den Bikespirt besonders intensiv spüre.

Stundenlang biken wir genau gegenüber dem höchsten Berg der Alpen auf endlos langen „Balkon-Trails“. Stundenlanges spektakuläres Panorama. Dieser Trail gehört zum beeindruckendsten seiner Art im gesamten Alpenbogen. Am Ende wartet noch das finale Trailfeuerwerk. Mit über 3000 Höhenmeter war dies heute zugleich die Königsetappe unserer Mont-Blanc Tour.

Ab und an erhaschen wir einen Blick auf den 4810 Meter hohen Gipfel des so genannten „Monarchen“. Die Szenerie am frühen Abend ist beeindruckend. Tausend Meter über dem Talboden geniessen wir diese unbeschreibliche Stimmung. Die Trails werden nun einsamer und mehr und mehr haben wir diese für uns alleine. Unsere Gruppe ist unglaublich kompakt und wir sind enorm dynamisch unterwegs. Die Glücksgefühle sind hoch was mich natürlich enorm motiviert und für mich jeweils das grösste Kompliment ist.

Auch am zweiten Tag werden wir von diesem unglaublichen Hochgebirgs-Panorama verwöhnt. Dieser Trail muss aber sprichwörtlich verdient werden. Versierte Biker werden dafür mit einem Bikeerlebnis der Sonderklasse verwöhnt. Im Angesicht dieser gewaltigen Moräne fühlen wir uns unglaublich klein – die Dimensionen sind schwer fassbar. Unter dem gewaltigen Schotter reicht das Gletschereis noch bis auf 1750 Meter hinunter.

Wir verlassen das Mont-Blanc Massiv und erreichen mit diesem Übergang das Beaufort-Massiv. Noch mal reicht der Blick zurück wo wir hergekommen sind. Kaum vorstellbar, aber in wenigen Minuten verändert sich das Landschaftsbild abrupt. Fels- und Gletschereis lassen wir h inter uns – in liebliche Alpenlandschaften mit saftigen Weiden und tiefblauen Seen tauchen wir ein. Und genau dies ist auch das Besondere an der Umrundung des Mont-Blanc Massivs. Die Landschaft ist unglaublich abwechslungsreich und immer wieder staunen wir über diese faszinierende Szenerie die uns die Natur hier bietet.

Am dritten Tourentag sehen wir nach der Ost- und Südseite auch die Westseite des Mont-Blancs. Die Wolken haben sich verzogen und die Sicht wird frei zu den höchsten Gipfeln. Aber die Wetterküche ist am brodeln und bereits wenig später wird es bedrohlich dunkel. Aber wir schaffen es trocken durchzukommen. Heute geniessen wir die Höhentrails auf der Französischen Seite und lernen den Mont-Blanc auch von dieser Seite kennen.
Danke euch allen für diese beeindruckenden Bike-Spirit-Momente die wir zusammen geniessen und erleben durften. Ich bin voller Emotionen! Grazie mille a tutti und vor allem auch an Isabelle für ihre hervorragende Betreuung!

Kommentare

25. August 2017
Vielen Dank Luki für die tolle Tour! Dank deiner perfekten Organisation konnte ich die Touren in vollen Zügen geniessen. Die Landschaft war atemberaubend. Dies war eine der schönsten Touren, die ich bisher gefahren bin. Auch vielen Dank für die super Fotos der Tour! Liebe Grüsse und bis bald wieder. Roli
22. August 2017
Ein stets wunderschönes Panorama vor Augen und geniale Trails unter den Rädern, was will man mehr... Lieber Luki, vielen Dank für den tollen Cross, die super Organisation und das feine Essen von Isabelle. Andreas
Britta Matter
17. August 2017
Vier unglaubliche Tage, bin immer noch in Gedanken auf den Trails. 1000ig Dankä a Luki. Britta
Werner
17. August 2017
Lieber Luki, herzlichen Dank für die vergangenen grandiosen Biketage, die Gegend um den Mont-Blanc ist sehr eindrücklich! Es hat einmal mehr extrem Spass gemacht, dies zusammen mit dir und einer so motivierten und lässigen Truppe zu erleben. Nächste Abenteuer folgen… Werni
Nadège
17. August 2017
Dies war wohl meine bisher eindrucksvollste Tour. Die Landschaft liess mich oft sprachlos und die Qualität der Trails war von erster Klasse. Luki beherrscht die Kunst auch Leute mit sehr verschiedenen Fitness und Technikleveln zusammenzuhalten sodass jeder gefordert bleibt. Seine Passion und Freude am Mountainbike steckt definitv an! Nadège

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