Der Giro Val d‘Aosta brachte uns gleich mehrmals hinauf in die höchsten Bikeregionen der Alpen. Nirgends sind die Reliefunterschiede so gross wie hier. Die Aufstiege und Abfahrten sind somit die längsten des gesamten Alpenbogens. Der Höhenunterschied zwischen Talboden und unseren Pässen und Gipfeln bewegte sich zwischen 2000 bis 3000 Metern. Die Abfahrten (und natürlich auch die Aufstiege) fühlten sich unendlich lange an und führten uns durch fast alle Klimazonen. Vom Gletscheris bis zu den Rebbergen. Täglich bestaunten wir die mächtigen und markanten Gipfel von Monte-Rosa-, Gran-Paradiso- und Mont-Blanc Massiv. Eine Tour die in allen Bereichen maximal forderte und genau so belohnte.
Das Matterhorn im Hintergrund war am Morgen bei Tourstart fast zum Greifen nah – leider war es noch von Wolken verdeckt. Erst später zeigt sich der bekannteste Berg der Alpen. Ein magischer Moment. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sind wir mit der Winterausrüstung gestartet. Da konnten wir uns nicht vorstellen, dass wir im 2800 Meter tiefer gelegenen Talboden noch 35° erleben werden…
Im Gran-Paradiso Nationalpark bikten wir über König Emanueles Jagdwege aus dem 19. Jahrhundert und knackten einige der höchsten Pässe der Region. 2300 Tiefenmeter Abfahrt zogen uns in den Bann. Über zwei Stunden rauschten wir auf diesem Trail dem Tal entgegen. Und dies mit Blick zum Gran-Paradiso, dem einzigen 4000-er der komplett auf italienischem Boden steht.
Zwei Mal gibt es eine lupenreine Gipfelfahrt. Auch auf 2500 oder 3000 Metern ragen die Berge um uns herum aber noch weit in den Himmel empor. Die Emotionen sind unbeschreiblich, das Gipfelglück wird mit einem Handschlag gefeiert. Im Hintergrund der 3551 Meter hohe Mont Emilius, der Hausberg von Aosta.
Über Gipfel, Pässe und Kreten führt unser Trail. Das 360°-Panorama reicht zu den Massiven von Mont-Blanc, Gran Paradiso und Monte Rosa. Leider waren die höchsten Berge in Wolken gehüllt. Trotzdem war das Gipfelglück perfekt, genau so wie die nachfolgende mega-Abfahrt. „Endless Singletrail-Riding“ bis zur Hoteltür…
Auf historischen Routen geht es aus dem Aostatal zurück ins Wallis. Die Aufstiege fordern am letzten Tag noch mal ordentlich Körner…
…aber bei diesem Panorama wird uns neue Energie förmlich in die Muskeln gepumpt. Mit dem Mont-Blanc Massiv vor uns beginnt der 2000 Meter lange Sinkflug dem Tal entgegen – ein Trailfeuerwerk.
In den höchsten Bergen der Alpen wurden wir bis ans Limit gefordert – erleben konnten wir dabei intensivste Bikeemotionen die uns für immer in Erinnerung bleiben. Danke euch allen für dieses einzigartige Erlebnis – Danke an Lucia für die hervorragende Betreuung. Das war Mountainbiking auf allerhöchstem Level!!!
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