Es ist erst Ende März und bereits genossen wir Trails der absoluten Extraklasse. Hoch über dem Rohnetal bikten wir auf kühn angelegten Suonen-Trails und über uralte Verbindungswege durch die aussichtsreichen Südhänge. Während es in den höheren Lagen noch tiefer Winter ist, so kackt das Thermometer an den sonnigen Talflanken bereits die 20°-Marke. Die trockenen Weiden und Felder werden bis heute mit einem ausgeklügelten und spektakulären Bewässerungssystem bewirtschaftet. Dank diesem entstand ein Wegenetz, das an Kühnheit geradezu Massstäbe setzt und uns Biker so richtig verwöhnt. Von unseren Trails aus bestaunen wir dabei immer wieder den intensiven Kontrast vom winterlichen Hochgebirge zum azurblauen Himmel. Auf den staubtrockenen Trails riecht es nach Frühling. An den Südhängen hat sich der Schnee bereits auf eine Höhe von 1300 müM zurückgezogen. An den gegenüberliegenden Nordhängen liegen die Wege ab ca 1100 müM noch unter einer Schneedecke. In der Tourenplanung habe ich diverse «Schnee-Grenzen-Szenarien» berücksichtigt und so kann ich schnell auf die unterschiedlichsten Situationen reagieren. Und das Resultat bleibt immer dasselbe: Drei Tagestouren mit maximal vielen und spektakulären Singletrails. Nebst flüssigen Trails erwarten uns auch knackige Wege, die uns quasi mit Vollgas ins neue Bikejahr hineinführen. Das Spiel mit dem Bike und dem Trail beginnt bereits mit der ersten Tour. Gegenüber blicken wir zur Mischabelgruppe mit dem Balfrin, etwas weiter rechts ist noch knapp das imposante Weisshorn zu erkennen. Dieser historische Weg ist ein ehemaliger Verbindungsweg in ein abgelegenes Bergdorf. Vor Jahrzenten war er die Hauptverbindung ins Tal und wurde von Mensch, Maultier und Vieh rege genutzt. Heute ist er weder markiert noch ausgeschildert und der Einstieg ist kaum zu erkennen. Hat man ihn jedoch aufgespürt, wird man in jeder Hinsicht von einem Weg der Extraklasse verwöhnt. Die engen Kehren sind faszinierend angelegt und fordern eine ausgefeilte Kurventechnik. Eine Ambiente der besonderen Art… Wir biken mitten durch
Es ist erst Ende März und bereits genossen wir Trails der absoluten Extraklasse. Hoch über dem Rohnetal bikten wir auf kühn angelegten Suonen-Trails und über uralte Verbindungswege durch die aussichtsreichen Südhänge. Während es in den höheren Lagen noch tiefer Winter
In einigen der schönsten Bündner Hochtälern genossen wir eine exklusive Bikewoche die einst gar nicht so im Programm vorgesehen war. Kurzfristig als Ersatztour für die Bikereise nach Colorado und Utah geplant, wollte ich etwas ganz Besonderes gestalten und ausarbeiten. Ein neues Konzept sollte es sein und eine Tour, die zumindest abschnittsweise ein klein wenig an unsere ursprünglich geplante Amerika-Reise erinnern sollte. Dass das Wetter am ersten Tourentag eine Herausforderung wird zeichnete sich bereits im Vorfeld ab. Dank kleinen Streckenanpassungen und dem ausgedachten Zeitmanagement geht die Tour aber schlussendlich fast auf die Minute auf. Wir erreichen im steilen Gelände den hochalpinen Übergang. Der Wind frischt auf und auf der Passhöhe sind wir bereits im dichten Nebel. Die Pause ist kurz und wir stechen rasch in die lange und flowige Abfahrt hinein. Exakt bei Gewitterbeginn erreichen wir unseren Zielort. Fünf Minuten lang werden wir noch "geduscht" aber schon wenig später sind viele von uns dann im warmen Whirlpool. Eine Bikegruppe die wir im Aufstieg überholten berichten uns, dass sie 30 Minuten hinter uns mit Murgängen und Hagel zu kämpfen hatten. Wir bleiben zwei Nächte stationär und nehmen zwischen Arosa und der Lenzerheide einige der besten Trails mit. Die Wolken hängen heute tief und unsere höchsten Gipfel sind im dichten Nebel. Aber im Verlaufe des Tages wird es freundlicher und erste Sonnenstrahlen dringen durch die Wolkendecke. Der einsame Übergang war im ausgehenden Mittelalter eine Walserroute über welche der hochgelegene Talschluss, jenseits der Passhöhe, besiedelt wurde. Ende des 12. Jahrhunderts verliessen erste Gruppen aus dem Wallis ihre Heimat und wurden so zu Walsern. Dabei drangen sie zuerst Richtung Süden und später immer weiter Richtung Osten bis sie schlussendlich den Süd-Bayrischen Raum erreichten wo die Walserbewegung dann 1360 ihren Abschluss fand. Weiter auf den Spuren der Walser wechseln wir hinüber ins Landwassertal, wo wir wiederum
In einigen der schönsten Bündner Hochtälern genossen wir eine exklusive Bikewoche die einst gar nicht so im Programm vorgesehen war. Kurzfristig als Ersatztour für die Bikereise nach Colorado und Utah geplant, wollte ich etwas ganz Besonderes gestalten und ausarbeiten. Ein
An den südlichsten Ausläufern der Alpen erwarten uns gleichermassen geschichtsträchtige, spektakuläre und ausgesprochen anspruchsvolle Trails. Der Name „no Flow-Trails“ ist hier Programm. Ausgesprochen knackig sind die Wege und fordern unsere Fahrtechnik über Stunden. Mit Tempo geht hier wenig - vielmehr ist eine versiert-spielerische Fahrtechnik gefordert um diese Trails elegant zu meistern. Die Wege sind gut versteckt und meist nur über steile und kraftintensive Up-Hills zu erreichen. Entsprechend haben wir diese "Bike-Welt" für uns alleine und geniessen die wilde Einsamkeit. Ein Militärweg bringt uns nach 1500 Höhenmeter Up-Hill zum Einstieg dieses Trails. Tief unter uns liegt quasi das Mittelmeer zu unseren Füssen, hinter uns türmen sich die fast 3000 Meter hohen Gipfel des Mercantour-Massivs in den Himmel. Ein kaum erkennbarer Pfadabzweig führt unvermittelt in diese geologisch spannende Region. Diese Berge sind rund drei Mal so alt wie die Alpen und wurden vor 60 Millionen Jahren in die Alpenfaltung integriert. So zahm der Weg hier ist, so fordernd wird er bereits ab der nächsten Biegung. Fast 100 schmale Serpentinen schlängeln sich ins Tal hinunter. Das Panorama ist atemberaubend - die Konzentration auf dem anspruchsvollen Weg, der Körpereinsatz und der Puls werden maximal gefordert... Besonders süss schmeckt am Ende des Tages die Belohnung in Form eines Gelati. Mitten auf der Piazza eines der schönsten und trotzdem völlig unbekannten Bergdorfs der Region, geniessen wir die Emotionen des soeben erlebten. „Cap d’Ail“ war das legendärste Welt-Cup DH Rennen der 90-er Jahre. Heute erleben wir diese sagenumwobenen Trails an den steilen Hängen hoch über der Côte d'Azur. Hier im Hinterland von Menton und Monaco erwarten uns vom Charakter her ganz andere Wege als auf der italienischen Seite. Es sind uralte Verbindungs- und Passwege von der Küste ins völlig verwinkelte Hinterland. Spektakulär führen sie an steilen Hangflanken entlang und gewähren einen Meerblick wie man ihn nicht schöner
An den südlichsten Ausläufern der Alpen erwarten uns gleichermassen geschichtsträchtige, spektakuläre und ausgesprochen anspruchsvolle Trails. Der Name „no Flow-Trails“ ist hier Programm. Ausgesprochen knackig sind die Wege und fordern unsere Fahrtechnik über Stunden. Mit Tempo geht hier wenig – vielmehr