Das Bikecamp in der Pfalz hat uns ein Trailgebiet erster Güte eröffnet, das mit einer schier endlosen Dichte an verspielten Singletrails begeisterte. Gespickt mit knackigen Spitzkehren, technischen Passagen und immer wieder überraschend flowigen, schnellen Abschnitten. Bergauf wie bergab wurden wir mit kilometerlangen Trails verwöhnt. Föhrenwälder, bizarre Buntsandsteinfelsen und malerische Dörfer liessen uns tief in diese märchenhafte Landschaft des Pfälzerwaldes eintauchen. Der griffige Waldboden bot selbst bei feuchten Bedingungen enormen Halt und sorgte dafür, dass wir stundenlangen Fahrspass und Flow geniessen durften. Ein Frühjahrs-Geheimtipp allererster Güte.

Ankommen und eintauchen ist das Motto des ersten Tourentages. Nach der Anreise geht es am Nachmittag also direkt aufs Bike – ein perfekter Start in diese Tage. Strahlender Sonnenschein, staubtrockene Trails und dieses Gefühl von Sommer mitten im Frühling. In drei unterschiedlich starken Gruppen tauchen wir ein in dieses riesige Trailnetz und sammeln erste Eindrücke dieser Region. Ein Gelati auf dem Dorfplatz rundet den Tag ab und machte Lust auf alles, was noch kommt.

Ein Trailfeuerwerk rund um Lug steht heute auf dem Programm. Allerdings kühlte es über die Nacht deutlich ab, doch der angekündigte Regen zog glücklicherweise südlich an uns vorbei. Rund um das kleine Dorf Lug, das einst stark von der Schuhmacherei geprägt war, reihen wir Trail an Trail – stundenlang. Die Gegend präsentiert uns eine unglaubliche Vielfalt an Wegen – berghoch wie bergab. Am Abend geniessen wir die herzliche Pfälzer Gastfreundschaft bei einer Wein-Degustation und einem gemütlichen Essen auf dem Weingut von Bernd.

Das Wetter ist am dritten Biketag wechselhaft und verlangte Flexibilität – also passen wir die Touren spontan an. Perfekt, um eine Technik-Session einzubauen: Hinterrad versetzen steht auf dem Programm. Kehre um Kehre arbeiten wir uns vorwärts und staunen, wie schnell die Fortschritte spürbar werden. Ein Tag, der fordert, fördert und mit grossartigen Ausblicken belohnt.

Die heutige Königsetappe führt uns durch Fels und Geschichte. Vorfreude wie auch Respekt sind gross. 1900 Höhenmeter Sägezahnprofil. Ein Dutzend Berge und ein Grossteil davon werden auf Trails absolviert und machen diesen Tag zu einem echten Highlight. Immer wieder öffnen sich spektakuläre Ausblicke über das Dahner Felsenland, während wir von einem Höhenzug zum nächsten wechseln. Den Abschluss bildet der Schlossberg mit der Ruine Lindelbrunn – eine ehemalige Reichsburg aus dem 13. Jahrhundert, die majestätisch über den Wäldern thront und uns noch einmal tief in die Geschichte der Region eintauchen lässt.

Der fünfte Tourentag ist bereits der Abschluss unserer Tailtage in der Pfalz. Der Ride führt uns zu Beginn hinauf zur Burg Drachenfels. Hoch über dem Wasgau gelegen, zählt sie zu den eindrücklichsten Felsenburgen der Region – teilweise direkt in den Sandstein gehauen und umgeben von sagenumwobenen Geschichten. Danach hiess es nochmals: Trails geniessen, Flow spüren, knackige Stellen meistern und diese besondere Landschaft aufsaugen. Unglaublich, was wir in diesen fünf Tagen alles erlebt haben – eine Region, die uns tief beeindruckt hat.
Danke Dieter für das Teilen deiner besten Home-Trails – es war ein Privileg diese „Best of Plus“ von den Pfalz-Trails zu erleben. Danke Ueli für deinen riesigen Einsatz und das einfühlsame und geniale Guiden der Plaisir-Gruppe. Und danke euch allen für diese stimmungsvollen und für immer in Erinnerung bleibenden Tage im Pfälzerwald.


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