Saisoneröffnung 2026 im Innerschweizer Tiefschnee

Nach der Fatbike-Tour durch Lappland war ich eigentlich überzeugt, dass der Winter für dieses Jahr abgeschlossen ist. Die Gedanken waren bereits bei staubigen Trails, ersten Frühlingsblumen und warmen Sonnenstrahlen. Doch die Natur hatte andere Pläne. Über Nacht kehrte der Winter zurück – und zwar mit Nachdruck. Es schneite wie im tiefsten Januar, und in den Bergen fiel noch einmal eine ordentliche Ladung Neuschnee.


Unsere geplante Tour passen wir am Morgen nur leicht an. Viel mehr braucht es nicht. Schon am Morgen zeigen sich die ersten blauen Lücken in der Wolkendecke. Die Berge liegen tief verschneit da, fast unwirklich ruhig. Es ist einer dieser Morgen, an denen die meisten Menschen lieber zu Hause bleiben. Für uns bedeutet das: leere Trails, stille Wälder und das Gefühl, die Landschaft fast für uns alleine zu haben.


Der Schnee hat die perfekte Konsistenz – griffig, weich und genau richtig für einen dieser seltenen Snow-Trail-Rides, wie man sie sich kaum schöner vorstellen kann. Statt den ersten farbigen Frühlingsblumen erwartet uns überraschend viel Tiefschnee. Wir ziehen die ersten Linien durch die weisse Landschaft, Spur um Spur.


Kaum zu glauben, dass vor gerade einmal fünf Tagen auf einigen dieser Weiden bereits die ersten Kühe am Grasen waren.
Die Route führt uns über den Renggpass – einen historischen Übergang zwischen Nid- und Obwalden, der seit Jahrhunderten genutzt wird. Schon im Mittelalter zogen hier Römer über den Rücken des Lopper und gingen weiter Richtung Brünig und Haslital.


Besonders eindrücklich ist der sogenannte Polenweg: Während des Zweiten Weltkriegs wurde er von internierten polnischen Soldaten gebaut. Heute ist er ein wunderschöner Trail – und im Schnee gar ein exklusives Erlebnis. Vor allem dann, wenn man die erste Spur hineinziehen darf. Die winterliche Stimmung an diesem Südhang ist etwas Besonderes, denn normalerweise ist dies einer der ersten Orte, an denen der Frühling in meiner Heimat Einzug hält. Doch heute liegt alles unter einer stillen, fast magischen Schneedecke.


Nach dem Trailgenuss erwartet uns in Luzern noch der perfekte Abschluss. Bei einem wunderbar stimmungsvollen Tessiner Apéro in der Locanda Bellini (danke Alessandro) liessen wir den Tag Revue passieren. Zwischen Lachen, Geschichten, Erlebnissen und feinem Apéro wird gebührend auf die neue Saison angestossen.
Auf die kommenden Abenteuer.
Auf neue Trails.
Und auf Tage wie diesen, die man so nie planen könnte.

Danke euch allen für diesen besonderen Saisonauftakt im Innerschweizer Tiefschnee. Die Bikesaison ist definitiv eröffnet.

Kommentare

Stefan Blaser
17. März 2026
Eine Saisoneröffnungstour im Schnee erlebt man nicht jedes Jahr. Aber das sind genau diese Touren die jedem der dabei war noch sehr lange in bester Erinnerung bleiben wird. Wir waren eine kleine aber tolle Truppe von Luki-Biker. Nach der lustigen und Abwechslungsreichen Schneetour wurden wir bei Alessandro mit einem super feinen Tessiner Apéro verwöhnt. Ein ganz grosses Merci an Luki und Alessandro für den wunderschönen Tag in Luzern.
Marcel
16. März 2026
Drei Tage vorher das schönste Bikewetter. Und dann das.... Aber es war einfach mega genial und cool. So wie immer. Eine Bikesaisoneröffnung der besonderen Art. Danke an Luki und Alessandro. Tante saluti di Marcello :-)
16. März 2026
Vielen Dank Luki und an euch alle! es war ein einmaliges Erlebnis mit euch allen den Lopper bei Schnee zu befahren... und vor allem die ersten Spuren zu legen! Bis bald...

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