Unbekannte Jura-Trails (27. – 28. Juni 2026)

Die unzähligen Kreten und Täler des Juras faszinieren. Die Fülle an unbekannten, versteckten, flowigen wie auch knackigen Singletrails ist beeindruckend. Zwei Tage wurden wir verwöhnt mit Trail-Materie und wunderschönen Aussichten. Zwei Tage lang durften wir im Jura Alpencross-Feeling erleben und unbekannte Regionen entdecken.


Die Bedingungen sind eine Herausforderung… Am Jurasüdfuss soll es heute bis 38 Grad warm werden. Dazu erwischt es mich in der Nacht mit einer Magenverstimmung. Ziemlich platt stehe ich am Morgen am Startort. Das ursprüngliche Konzept wird angepasst. Rebecca übernimmt souverän die starke Gruppe, während ich die Plaisirgruppe begleite. Auch wegen der hohen Temperaturen ändern wir unterwegs noch die eine oder andere Passage und kürzen die Etappe etwas – ohne dabei auf die besonderen Jura-Momente zu verzichten.
Der Jura empfängt uns mit seiner ganzen Magie. Die südlichste Jurakette öffnet schon bald den Blick weit hinaus über das Mittelland. Heute ist das Licht diffus. Normalerweise erlebt man von diesen Wegen eine einzigartige Perspektive bis zu den Alpen im Süden und den Vogesen im Norden.


Drei längere Anstiege warten auf uns und jeder einzelne wird mit feinster Trail-Materie belohnt. Mal geht es über verspielte Waldtrails, mal über aussichtsreiche Kreten und immer wieder überrascht uns der Jura mit neuen Facetten. Wer die Herausforderung sucht, findet sie auf den knackigeren Gratwegen. Wer es etwas genussvoller mag, kann die flowigeren Varianten wählen.
Denn genau das macht diesen Cross so einzigartig: Die unzähligen Möglichkeiten, die sich zwischen Kreten und Tälern verstecken. Der Jura fordert, aber er beschenkt uns auch immer wieder. Und dann folgt das Finale (Bild) einer schier endlose Abfahrt hinunter nach Solothurn. Flowige Trails, wurzelige Passagen und sogar ein kleiner Abstecher auf «Suonen-Trails» lassen uns in die Glutofen-Hitze von Solothurn eintauchen.

 

Langsam kehren die Lebensgeister zurück. Die Erholung der Nacht zeigt Wirkung. Dazu kommt diese wunderbare Stimmung in der Gruppe: viel Lachen, viele Gespräche und die gemeinsame Freude, wieder einen neuen Teil des Juras entdecken zu dürfen. Die Landschaft tut ihr Übriges.
Seit Jahrtausenden führen Wege durch diese Landschaft. Bereits mit der Sesshaftigkeit im 5. Jahrtausend v.Chr. entstanden erste Siedlungen an den Hängen des Juras. Später wurden die Übergänge über die Jurakette zu wichtigen Handels- und Verkehrswegen ausgebaut. Einige dieser historischen Routen sind heute noch im Landschaftsbild sichtbar – und genau auf diesen alten Spuren bewegen wir uns mit unseren Bikes.


Unsere Ost-West-Route führt uns über aussichtsreiche Höhenzüge, durch typische Jurawälder und immer wieder hinaus auf offene Kreten. Die hohen Temperaturen begleiten uns auch heute. Die Sonne fordert, weshalb ich den Tagesablauf etwas angepasst habe. Nun beginnt die finale Abfahrt hinunter zum Bielersee. Der See liegt unter uns, das Panorama öffnet sich und ein zweitägiges Jura-Abenteuer neigt sich langsam dem Ende entgegen.
Bei diesen Temperaturen gibt es nur eine logische Schlussfolgerung: rein in den Bielersee! Selbst ich schaffe es innerhalb von zwei bis drei Sekunden im erfrischenden Nass zu sein ;-). Was für ein perfekter Abschluss.
Auch wenn dieser Cross nur zwei Tage dauert, die Erlebnisse bleiben. Danke Rebecca für dein grossartiges Co-Guiding. Danke euch allen, liebe Jura-Bikerinnen und Jura-Biker, für diese gemeinsamen Stunden voller Trails, Emotionen und unvergesslicher Momente.

Kommentare

Pirmin
29. Juni 2026
Schönste Höhentrails mit ungeahnten Downhills, sogar Suonen in Solothurn gefunden und Abkühlung im romatischen Bergbach oder Bielersee. Luki packt immer wieder mal eine Überraschung aus... Coole Truppe und wie immer perfektes Guiding durch Rebecca und Luki.
28. Juni 2026
Ein heisses Wochenende - nicht nur wegen den Temperaturen. Herrliche Trails – Genuss PUR! Danke Luki und Rebecca – und ALLEN die dabei waren. Auf ein andermal und liebe Grüsse-Mäsu

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