Atemberaubend schöne Hochtäler, tiefblaue Seen und beeindruckende Felslandschaften. Auf hochgelegenen Trails fuhren wir durchs Vinschgau, das Val Müstair und das Engadin und erlebten dabei eine Alpenregion, die uns tief in den Bann zog. Unsere Reifen rollten dort, wo einst Soldaten, Schmuggler, Säumer und Hirten ihre Spuren hinterlassen haben. Es war magisch, wenn sich die Gipfel in den tiefblauen Bergseen spiegelten und uns endlos lange Trails durch eine der schönsten Alpenlandschaften trugen. Unsere Warm-Up-Tour führt uns durch das mittlere Vinschgau. Zum Auftakt erwarten und flowige Wasserkanal-Trails, sogenannten „Waalwege“. Sie wurden vor Jahrhunderten angelegt, um die trockenen Talflanken mit dem wertvollen Wasser der Bergbäche zu versorgen. Sie waren die Lebensadern des Tales und kilometerlang. Auf ihnen erleben wir Trailgenuss vom Feinsten. Nun wechseln wir die Talseite und es geht noch mal bei Sommerhitze steil bergan. Die Aussicht wird mit jedem Höhenmeter spektakulärer – wir blicken zu hohen Alpengipfeln und gleichzeitig über den Vinschger Talboden mit seinen unendlichen Apfelplantagen. Genau hier startet die finale Abfahrt. Der Weg wechselt zwischen flowigen Passagen und kurzen technischen Einlagen. Einfach nur schön. Das Indian Summer Camp ist eröffnet. Die Wetterprognosen künden eine Kaltfront an, welche den heissen Sommer definitiv beenden soll. Wann und wo genau die Regen- und Gewitterzellen eintreffen ist schwer einzuschätzen. Die Prognosen ändern im Halbstundentakt. Es scheint jedoch, dass wir ein Zeitfenster von ca. 5 Std. bekommen. Und genau dies nutzen wir in vollen Zügen aus. Im oberen Vinschgau erwartet uns eine exklusive Panoramatour und Trails, die ihresgleichen suchen – lang, abwechslungsreich und voller alpiner Eindrücke. Den Blick zum Ortler können wir zwar nur kurz erhaschen. Dieser Gipfel war ein Schauplatz des Ersten Weltkriegs, als Soldaten in Eis und Fels hier die Frontlinie sicherten. Gebirgskanonen, Schützengräben und Kavernen im Gletschereis, eine Seilbahn und sogar eine Telefonleitung befanden sich auf dem 3905 Meter hohen Gipfel.
Atemberaubend schöne Hochtäler, tiefblaue Seen und beeindruckende Felslandschaften. Auf hochgelegenen Trails fuhren wir durchs Vinschgau, das Val Müstair und das Engadin und erlebten dabei eine Alpenregion, die uns tief in den Bann zog. Unsere Reifen rollten dort, wo einst Soldaten,
Fahrtechnische Herausforderungen erwarteten uns in der piemontesischen Wildnis. Dabei erlebten wir eine uralte Kulturlandschaft mit längst vergessenen Dörfern und einer Bergwelt die nachhaltig prägt. Drei Tage tauchten wir ein in eine urtümlich geblieben Alpenlandschaft die uns um viele Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückführte. Auf dem höchsten Punkt unseres No-Flow-Camps blicken wir hinüber zum Monte Rosa Massiv - es scheint zum greifen nah. Wir sehen auf diesem Berggipfel den höchsten Punkt der Schweiz (Dufourspitze) und zugleich den tiefsten Punkt der Schweiz (Magadino-Ebene). Die Natur gibt den Ton an. Was ihr die Menschen über viele Jahre abgerungen haben erobert sie sich nun wieder zurück. Alpweiden und Almsiedlungen die verlassen wurden verschwinden im Wald. Übrig geblieben sind die historischen Pfade. Auf ihnen fahren wir durch eine längst vergessene Welt. Auf den von Trockenmauern gesäumten Mulattieras (Maultierpfade) spüren wir noch den Hauch piemontesischer Alpen-Geschichte. Mit Steinen wurden spektakulärste Trassees und Brücken erbaut. Als Kind erlebte ich noch, wie die alten Dorfbewohner in ihrer Arbeitstracht Heu, Ziegen und Kastanien auf ihnen transportierten. Auf einem alten Militärweg der "Linea Cadorna" fahren wir 2000 Höhenmeter am Stück vom Lago Maggiore bis zum höchsten Punkt unseres Bikecamps. Die "Linea Cadorna" ist eine Verteidigungslinie zwischen dem Mont-Blanc Massiv und den Bergamasker Alpen die im 1. Weltkrieg einen möglichen Durchmarsch deutscher Truppen durch die Schweiz in die Poebene hätte verhindern sollen. Zwischen 1911 und 1916 entstanden hier insgesamt 72 km Schützengräben, 88 Artillerie-Stationen, 296 Kilometer Militärstrassen und 398 Kilometer Saumpfade. Die Aussicht auf den Lago Maggiore wird mit jedem Höhenmeter beeindruckender – am Schluss ist der 65 Kilometer lange See gar in seiner gesamten Länge zu erkennen. Herausforderungen gibt es überall und jeder kann seine Grenzen ausloten. Die Berge erreichen eine Höhe von rund 2‘200 Metern. Der Höhenunterschied zum Talboden beträgt 2‘000 Meter und dies auf einer ausgesprochen kurzen Distanz.
Fahrtechnische Herausforderungen erwarteten uns in der piemontesischen Wildnis. Dabei erlebten wir eine uralte Kulturlandschaft mit längst vergessenen Dörfern und einer Bergwelt die nachhaltig prägt. Drei Tage tauchten wir ein in eine urtümlich geblieben Alpenlandschaft die uns um viele Jahrzehnte in