Einsame Wege führten uns durch eine wilde wie ursprüngliche Gebirgslandschaft. Das Leben der Bergbewohner hat sich in den weit abgeschiedenen Tälern über Jahrtausende kaum verändert. Zwischen roten Felsen, mächtigen Bergflanken welche sich in den Himmel türmen, und enorm tiefen Talfluchten entdeckten wir ein ursprüngliches Leben. Mit geschickt angelegten Wasserkanälen und Terrassierungen können die Berber in der kargen Natur ihre Nahrung und somit ihre Lebensgrundlage erarbeiten. Es sind kleine Oasen des Lebens, wo bis heute ein faszinierend traditionelles Leben gelebt wird. Jahrtausende alte Pfade verbinden die Leute wie auch ihre Dörfer mit den Almen und den Tälern. Ein Singletrail-Cross der uns tief berührte, atemberaubende Eindrücke hinterliess und für immer prägt. Am legendären Tizi n’Tichka-Pass beginnt unser Abenteuer. Da wo einst Karawanen mit Salz, Gewürzen und Geschichten aus der Sahara Richtung Marrakech zogen. Ich suche nach alten Spuren dieser historischen Route welche noch bis in die 1950-er Jahre genutzt wurde. Der Name «Tizi n’Tchka» bedeutet in der Sprache der Berber «Weidepass». Auch tausende Jahre später treiben Hirten ihr Vieh in diese weltentrückte Weideregion. Wenn es unten im Tal heiss wird, das Wasser versiegt und die Nahrung für das Vieh knapp wird, hat hier auf 2200 Meter die Natur ein Einsehen. Das Leben ist geprägt von Entbehrungen aber die Leute sind zufrieden und es scheint, als sei hier ein kleines Stück Paradies erhalten geblieben. Die Trails sind kunstvoll wie spektakulär in die wilden Flanken gebaut. Bis heute sind es die Hauptschlagadern der Bauern mit ihren Eseln und den Ziegenhirten. Eine Symbiose von Natur und Mensch welche bis heute intakt geblieben ist. Schon kurz nach dem Start sind wir mitten drin im Abenteuer. Mit jedem Meter, den wir uns von der Strasse entfernen, tauchen wir tiefer in die stille Wildheit des Atlas ein. Am Abend, fernab jeglicher Zivilisation, schlagen wir die Zelte auf. Während
Einsame Wege führten uns durch eine wilde wie ursprüngliche Gebirgslandschaft. Das Leben der Bergbewohner hat sich in den weit abgeschiedenen Tälern über Jahrtausende kaum verändert. Zwischen roten Felsen, mächtigen Bergflanken welche sich in den Himmel türmen, und enorm tiefen Talfluchten