Zwischen Rhônetal und Dévoluy-Massiv versteckt sich eines der wohl unbekanntesten Bike-Reviere Frankreichs. Für viele von uns war diese abgelegene Region bislang kaum mehr als ein weisser Fleck auf der Landkarte – bis wir eintauchten in eine Welt aus endlosen Trails, wilden Schluchten und stillen Bergdörfern. Hier scheint die Zeit langsamer zu laufen. Mensch und Natur leben im Einklang, die Geschichte der Hugenotten ist bis heute spürbar und die Stimmung unterscheidet sich komplett von allem, was man sonst aus den Alpen kennt. Tag für Tag führte uns dieses geheime Trailnetz tiefer hinein in eine faszinierende Landschaft voller Weite, Geschichte und purem Bikerglück. Drei grosse Schleifen, drei knackige Anstiege und drei Abfahrten, die uns vom ersten Tag an komplett in diese wilde Region eintauchen lassen. Bei hochsommerlichen Temperaturen biken wir durch die abgelegene Landschaft rund um Glandage, rollen über uralte Verbindungswege und tauchen tief hinein in die einsame Welt des oberen Diois. Immer wieder führt der Trail durch die spektakuläre Schlucht des Gâts, vorbei an steilen Felswänden, versteckten Wäldern und stillen Spuren vergangener Zeiten. Hier im oberen Diois ist es besonders einsam und wild – der Mensch hat sich hier längst zurückgezogen. Geblieben ist ein atemberaubendes Wegenetz. Mitten im Nirgendwo entdecken wir schliesslich die Ruinen einer zerstörten Hugenotten-Kirche – ein geheimer Ort voller Geschichte, der perfekt zur rauen und mystischen Stimmung dieser Region passt. Der heutige Tourentag reiht Trail an Trail rund um das historische Châtillon-en-Diois – ein uraltes Dorf mit verwinkelten Gassen, steinernen Brunnen und einer Geschichte, die bis weit ins Mittelalter zurückreicht. Zwischen den Schleifen kehren wir immer wieder hierher zurück, um kostbares Wasser nachzufüllen, denn die Temperaturen knacken schon jetzt im Mai die 30-Grad-Marke. Die zweite Schleife fordert alles: Ein langer Trail-Uphill zieht sich hoch über das Vallée de la Drôme und bringt uns zu einem spektakulären Aussichtspunkt. Riesige
Zwischen Rhônetal und Dévoluy-Massiv versteckt sich eines der wohl unbekanntesten Bike-Reviere Frankreichs. Für viele von uns war diese abgelegene Region bislang kaum mehr als ein weisser Fleck auf der Landkarte – bis wir eintauchten in eine Welt aus endlosen Trails,
Verborgen zwischen wilden Bergzügen und inmitten einer Landschaft, die an den Garten Eden erinnert, erwartete uns ein wahres Trailparadies. Die Vielfalt und Qualität dieser endlosen Singletrails sucht im Alpenraum seinesgleichen. Auf unseren Bikes tauchten wir tief hinein in das so genannte Bio-Tal Frankreichs und erlebten die bewegte Geschichte der Hugenotten. Immer wieder öffneten sich spektakuläre Tiefblicke in die verzweigte Talschaft und liessen uns staunend innehalten. Tag für Tag rollten wir durch einen wahr gewordenen Trail-Traum. Der erste Biketag führt uns in die weitverzweigte Landschaft des oberen Diois. Über unzählige Übergänge, Pässe und Täler bekommt die Tour fast den Charakter eines kleinen Alpencross. Wir rollen auf alten Verbindungswegen, die einst abgelegene Dörfer und Alpen miteinander verbanden, und tauchen dabei ein in eine vergessene Welt. Die gnadenlose Abwanderung im 19. Jahrhundert hat ihre Spuren hinterlassen. Zwischen dichten Buchsbaumwäldern entdecken wir immer wieder Terrassierungen, Mauern und verfallene Gebäuderuinen, stille Zeugen einer längst vergangenen Zeit. Bereits im 13. Jahrhundert brachten waadtländische «Hausierer» – die Waldenser aus der Waadt – neue Ideen in die Region. Ab dem 16. Jahrhundert verbreiteten sich lutherische und calvinistische Strömungen so stark, dass das Diois bis weit in die Neuzeit als Hochburg der französischen Protestanten galt. Ab etwa 1560 setzte sich dafür die Bezeichnung „Hugenotten“ durch – und genau auf ihren alten Wegen sind wir heute unterwegs. Heute ist ab Mittag Regen angesagt – also wählen wir eine Tour mit verschiedenen Schleifen in unmittelbarer Nähe unserer Unterkunft. Je nach Wettersituation lassen sich die einzelnen Schleifen spontan kürzen oder erweitern. Der Plan geht auf: Das Timing passt perfekt, und die Unersättlichen hängen am Schluss sogar noch eine Zusatzrunde an – inklusive des legendären Trails mit seinen 38 Spitzkehren. Wer ihn sauber durchfährt, beherrscht das Hinterradversetzen meisterhaft. Die Trails führen uns an die gewaltigen Glandasse-Felsen, wo das Vercorsmassiv abrupt ins Tal abbricht.
Verborgen zwischen wilden Bergzügen und inmitten einer Landschaft, die an den Garten Eden erinnert, erwartete uns ein wahres Trailparadies. Die Vielfalt und Qualität dieser endlosen Singletrails sucht im Alpenraum seinesgleichen. Auf unseren Bikes tauchten wir tief hinein in das so
Fast unvorstellbar sind die Trailschätze welche sich im Diois verbergen. Nicht umsonst nenne ich die Region "Flow-Contry" der Alpen. Was wir befahren haben ist schwer in Worte zu fassen – das war Trailspirit vom feinsten auf hunderten von Kilometern der sagenumwobenen „Hugenotten-Trails“. Die „Hugenotten-Region“ Frankreichs wirkt wie ein riesiges Labyrinth. Unzählige Täler, Gipfel, Kreten, Plateaus, Flanken und Pässe prägen das Bild südlich des Vercors-Massivs. Tag für Tag erfassen wir etwas mehr von dieser unglaublichen Fülle an epischen Trails und dieser einzigartigen Landschaft. Aber auch nach einer Woche können wir das ganze „Ausmass“ dieser einmaligen Bike-Region nur im Ansatz erahnen! Schon jetzt ist klar: wir kommen mit einem Touren-Update zurück in die "Flowtrail-Region der Alpen" und geniessen auch im Mai 2018 die sagenumwobenen Hugenotten-Trails. Der Wechsel vom völlig verwinkelten Diois hoch auf das Vercors-Plateu könnte nicht grösser sein. 1200 Meter über dem Tal der Drôme öffnet sich eine völlig abgeschiedene Hochebene die in den Alpen einzigartig ist. Es war das Rückzugsgebiet der Französischen Resistance im zweiten Weltkrieg. Während sich im Norden 170 Quadrat-Kilometer Alp- und Waldlandschaft öffnet fallen im Süden mehrere hundert Meter hohe Felswände ins Diois ab. Im Osten leuchten die Schneeberge und vor uns liegen kilometerlange Wiesentrails durch die menschenleere Natur. Über eine Stunde Singletrails haben wir schon hinter uns. Zwei weitere Stunden folgen noch… Im Süden reicht der Blick bis zum Mont-Ventoux. Es ist einer der längsten Trails den ich kenne – aber wir verlassen ihn schon vor seinem Ende. Denn wir machen einen „Abstecher“ auf den vielleicht flowigsten Trail den ich bis jetzt in den Alpen gefahren bin. Das Wegenetz welches ab dem Mittelalter von den Hugenotten errichtet wurde ist kaum in Worte zu fassen. Durch Buchsbaumwälder, an Felsflanken entlang, über Kreten und Hochebenen führen sie kilometerlang durch eine tief beeindruckende Bergwelt. Trail-Faszination und Trail-Spirit verschmelzen hier.
Fast unvorstellbar sind die Trailschätze welche sich im Diois verbergen. Nicht umsonst nenne ich die Region „Flow-Contry“ der Alpen. Was wir befahren haben ist schwer in Worte zu fassen – das war Trailspirit vom feinsten auf hunderten von Kilometern der