Auf einem längst vergessenen Wegenetz erwarteten uns fahrtechnische Herausforderungen und atemberaubende Landschaften. Einsame Dörfer, tiefe Schluchten, steile Bergflanken und karge Hochplateaus stehen im Kontrast zur mondänen Welt der Côte d’Azur. Im wilden und ursprünglichen Hinterland erlebten wir die geschichtsträchtigen Trails der Sarazenen. Mitten in den Ligurischen Alpen, in die Seealpen und zum Schluss noch im Esterelgebirge erwarteten uns Trails von der edelsten Sorte. Am südlichen Alpenhauptkamm gibt es besonders viele wilde und tief eingeschnittene Täler. Viele von ihnen wurden einst „erschlossen“ und führen zu längst vergessenen Übergängen oder hoch zu aussichtsreichen Dörfern. Bewusst wurden diese Dörfer an Orten gebaut, die sich von einfallenden Sarazenen gut verteidigen liessen. Gerade Heute sind jedoch diese Dörfer massiv von der Abwanderung betroffen. Schon der erste halbe Tourentag beschenkt uns mit einer Vielzahl an historischen Wegen in einer längst vergessenen Bergwelt. Mit einer Wegebautechnischen Meisterleistung wurde im Mittelalter diese Schlucht begehbar gemacht. Dabei wurde gar ein Felsriege durchbrochen. Der Legende nach flohen im 4. Jh. eine Gruppe von Banditen auf dieser Route aus den Seealpen, über den Alpenhauptkamm, in die verlassenen Täler der Ligurischen Alpen. Hier auf der anderen Kammseite gründeten sie ein Dorf, welches bis heute existiert. Wir folgen ihren Spuren jedoch in umgekehrter Richtung und erreichen am Abend die Seealpen. Die Orientierung geht heute schnell verloren, unzählige Täler und Pässe durch- und überqueren wir. Auf den hohen Bergspitzen ganz im Norden liegt noch der letzte Schnee – ein „Stockwerk“ tiefer hat der Frühling längst begonnen. Dieser kilometerlange Trail ist die alte Salzhandelsroute der Ligurer die via Tendapass ins Piemont führt. Wir geniessen hoch über dem Talboden einen Höhentrail der niemals enden sollte… Kaum zu glauben, dass es nur wenige Kilometer von der Küste entfernt völlig entvölkerte Talschaften gibt. Stundenlange Trails führen uns durch diese stille Einsamkeit und mitten durch ein Geisterdorf. Einst als
Auf einem längst vergessenen Wegenetz erwarteten uns fahrtechnische Herausforderungen und atemberaubende Landschaften. Einsame Dörfer, tiefe Schluchten, steile Bergflanken und karge Hochplateaus stehen im Kontrast zur mondänen Welt der Côte d’Azur. Im wilden und ursprünglichen Hinterland erlebten wir die geschichtsträchtigen Trails
Dreihundert Kilometer nördlich des Polarkreises startete unser Abenteuer. Es ging durch den höchsten Norden des europäischen Festlandes bis zum Polarmeer. In Finnisch und Norwegisch Lappland bikten wir dabei mitten durch das grösste Wildnisgebiet Europas mit einer Bevölkerungsdichte von gerade mal 0,46 Einwohner pro km2. Wir erlebten atemberaubende Naturschauspiele, tiefgreifende emotionale Momente, einzigartige Stimmungen und absolute Einsamkeit. Einmal mehr wurde ich tief in den Bann gezogen vom hohen Norden – es gibt keine Worte um diese Emotionen annähernd zu beschreiben. Während sich in der Schweiz bereits der Frühling bemerkbar macht, befinden wir uns in Lappland im allertiefsten Winter. Wunderschöne Winterlandschaften und klirrende Kälte. Am zweiten Tag biken wir durch die kälteste Region unserer Tour und tauchen vollends ein in diese beindruckende Einsamkeit. Tiefsttemperatur heute -26°C, dies ist mein Guiding-Rekord! Die Durchschnittstemperatur dieses Tourentages war bei -15°C, da schätzt man die Sauna am Abend gleich doppelt. Mit guter Kleidung, viel Bewegung, heissem Tee und heisser Suppe lässt sich diese Temperatur bewältigen. Eine spektakuläre Erfahrung die wir Dank unseren Betreuern Lauri und Jorge machen durften. Ich überlege mir gerade, wo ich meine Guiding-Maximaltemperatur erlebt hatte… Es war beim Pyrenäencross von 2017, da gab es +43°C. Heute übernachten wir in einer feinen Hütte welche weit abgelegen, auf einer Insel, mitten im Nirgendwo liegt. Die Stimmung, die Natur und das Licht, das wir da erleben dürfen, prägt uns. Die Temperaturen sind am dritten Tag ca. 10°C wärmer. Die Morgenstimmung zieht uns in den Bann. Die Tage sind mit 13 Stunden relativ lang aber die Sonne steht nur wenig über dem Horizont und entsprechend lang sind die Schatten. In der Nacht gab es mit ca. 10 cm Neuschnee mehr Schnee als gedacht. Der auffrischende Wind verfrachtete den weichen Pulverschnee. Im offenen Gelände werden wir nun von Triebschnee erwartet und der Tag wird zum grossen Härtetest. Im
Dreihundert Kilometer nördlich des Polarkreises startete unser Abenteuer. Es ging durch den höchsten Norden des europäischen Festlandes bis zum Polarmeer. In Finnisch und Norwegisch Lappland bikten wir dabei mitten durch das grösste Wildnisgebiet Europas mit einer Bevölkerungsdichte von gerade mal
Seit 15 Jahren spiele ich mit dem Gedanken den Kilimanjaro, und somit einer der 7 Summits, mit dem Bike zu befahren. Das Projekt trat vor allem wegen administrativer Hürden jahrelang in den Hintergrund. Vergessen ging es aber nie. Die Voraussetzungen änderten sich vor 2 Jahren und war es soweit und ich konnte mit einer ersten Gruppe den höchsten freistehenden Berg der Welt erklimmen. Eindrücke, Erlebnisse und Emotionen kann ich nicht in Worte fassen, dafür vereint diese Tour zu viele Superlativen… Nach den sattgrünen Bananen-Plantagen folgt ab 1900 Metern Höhe dichtester Dschungel. Hier beginnt der Nationalpark und enden die menschlichen Besiedlungen. Auf 2900 Metern ist unser erstes Camp. Satte 3000 Meter über unseren Köpfen thront der weit zurückversetzte Kilimanjaro mit seinen Gletscherfeldern. Fast unendlich weit weg erscheint er uns... auch wenn ich ihn mit dem Fotoapparat mächtig heran-gezoomt habe. Am zweiten Tag fahren wir in unser Höhenlager auf 3700 Metern. Der Dschungel ist der Steppenlandschaft gewichen. Die Böden sind trocken und die Vegetation beschränkt sich in diesen Lagen auf Büsche und exotische Pflanzen. 500 Meter unter uns das riesige Nebelmeer über der Steppe der Massai. Bis zu unserem Etappenziel fehlen noch 400 Höhenmeter. Wegen der enormen Höhe gibt es viele Parallelen zum Höhenbergsteigen was es so bei einer Tour von mir noch nicht gegeben hat. Aus diesem Grund unternehmen wir am dritten Tag eine Biketour am Fusse des Mawenzi (5149 m) und übernachten noch mal im Höhenlager auf 3700 Metern. Die Strecke führt uns über ein weites Höhenplateau bis auf eine Höhe von 4500 Metern. Wie bereits an den vorangegangenen Tagen gilt es Kraft und Energie zu sparen, um sich möglichst gut an die Höhe anzupassen. Ein Singletrail führt heute bergan bis zum Lager drei auf 4550 Meter. Zwischendrin geht es auch mal flüssig bergab. Hier erleben wir die faszinierende «Höhenwüste»
Seit 15 Jahren spiele ich mit dem Gedanken den Kilimanjaro, und somit einer der 7 Summits, mit dem Bike zu befahren. Das Projekt trat vor allem wegen administrativer Hürden jahrelang in den Hintergrund. Vergessen ging es aber nie. Die Voraussetzungen
Malerische Alpweiden, mächtige Felsszenerien, tiefblaue Bergseen, tobende Wasserfälle, idyllische Dörfer und gletscherbedeckte Berggipfel. Ein Bild und eine Landschaftsszenerie wie sich wohl jeder Tourist die Schweiz vorstellt. Drei Tage lang erlebten wir inmitten dieser Bilderbuchlandschaft eine wunderbare Tour in den Farben und im Licht des Herbstes. Das Wetter forderte mich heraus denn just am Starttag gibt es kurzzeitig einen Wetterumschwung. Sogar die Wetterexperten können keine exakte Prognose machen. Das Niederschlagsradar nutze ich für eine neue Routenplanung. Sie erweist sich als richtig und wir nehmen auch an diesem Tag ein Maximum an Trails mit. Ab dem zweiten Tag können wir schliesslich die wunderbare Herbststimmung in vollen Zügen geniessen. Tosende Wasserfälle und mächtige Felswände markieren hier die Grenze zum Wallis. Schwer vorstellbar, dass da einst Vieh und Wein über die steilen Wandfluchten gesäumt wurden. Der finale Uphill des zweiten Tages, bringt uns zu einer geologischen Besonderheit. Gipsstein kommt hier bis an die Erdoberfläche. Da dieser wasserlöslich ist, wurde er im Lauf der Zeit vom Regen ausgewaschen und es entstanden trichterförmige Dolinen. Der schmale Pfad schlängelt sich über kleine Kämme und an tiefen Schlünden vorbei. Konzentration und Gleichgewicht ist da nach 2500 Höhenmetern noch mal gefragt. Das Simmental und Saanenland, welches nordseitig an den Alpenhauptkamm grenzt, ist mit unzähligen kleinen Tälern durchzogen. Über Jahrtausende war die Region ein Durchgangsgebiet der Säumer auf ihrem langen Weg ins Wallis. Heute haben diese Übergänge für den Transitverkehr längst keine Bedeutung mehr und die beiden Talschaften konnten ein Grossteil ihrer Ursprünglichkeit und Identität bewahren. Bei der langen Schlussabfahrt blicken wir zu den markanten Felsen der Gummfluh hinüber. Erst noch bestaunten wir auf dem aussichtsreichen Kamm die Gletscher von Plaine Morte, Wildstrubel, Wildhorn und Les Diableretes und schon in Kürze sind wir beim gemeinsamen Pizza-Essen. Wir sind so richtig zufrieden, geniessen den Moment, die Stimmung und das Herbstlicht. Ganz
Malerische Alpweiden, mächtige Felsszenerien, tiefblaue Bergseen, tobende Wasserfälle, idyllische Dörfer und gletscherbedeckte Berggipfel. Ein Bild und eine Landschaftsszenerie wie sich wohl jeder Tourist die Schweiz vorstellt. Drei Tage lang erlebten wir inmitten dieser Bilderbuchlandschaft eine wunderbare Tour in den Farben
Im Angesicht von Gletschern und senkrechten Felswänden leiteten uns unbekannte Hochgebirgstrails mitten durch eine glazial geprägte Landschaft. Normalerweise trifft man in diesen Regionen auf Alpinisten. Als Biker ist man da eine selten gesehene Spezies. Aber mit den nötigen Trailkenntnissen, einer ausgefeilten Fahrtechnik und einer hervorragenden Kondition kann man auch als Biker in diese einzigartige und tief beeindruckende Gebirgsszenerie vordringen. Die ersten Höhenmeterr absolvieren wir mit Bus und Seilbahn. Nun geht es langsam aber sicher den Gletschern entgegen. Dass es eine No-Flow Tour ist, zeigt sich bereits auf den ersten Metern. Der Höhenweg hat es in sich und fordert mächtig Konzentration und genauso viele Körner. Auf einigen Abschnitten wie hier, können wir etwas durchatmen und in Richtung unseres Etappenziels blicken. Die grosse Überraschung wartet dann am Schluss. Ein aufgelassener, stockdunkler und über ein Kilometer langer Werkstunnel lässt uns in ein verstecktes Seitental vordringen. Auf einen Schlag befinden wir uns ab nun im glazial geprägten Hochgebirge. Am zweiten Tag biken wir fast permanent in Höhen zwischen 2500 und 3000 Meter. Die Trails sind unendlich lange und führen in einige der entlegensten Winkel des Wallis. Die Szenerie erinnert uns an den Himalaya (Titelbild) und wir können kaum fassen was wir gerade erleben. Auch wenn 1300 Höhenmeter nicht sonderlich viel ist, so forderte dieser Tag als ob es das Doppelte gewesen wären. Firn und Eis der formvollendeten Viertausender glänzen im Licht der Herbstsonne. Die imposanten 4000-er Weisshorn, Zinalrothorn und Obergabelhorn liegen vor uns wie auf einem Serviertablett. Wir knacken auf diesem Trail gerade die 3000-Meter Marke und trotzdem ragen die Gletscherberge um uns herum noch weit in den Himmel hoch. Die Szenerie ist schlicht atemberaubend – genauso wie der Trail, der uns heute fast den ganzen Tag durch diese hochalpine Landschaft führt. Im ersten Sonnenlicht rauschen wir 2500 Meter ins Tal hinunter. Das Ganze
Im Angesicht von Gletschern und senkrechten Felswänden leiteten uns unbekannte Hochgebirgstrails mitten durch eine glazial geprägte Landschaft. Normalerweise trifft man in diesen Regionen auf Alpinisten. Als Biker ist man da eine selten gesehene Spezies. Aber mit den nötigen Trailkenntnissen, einer
Senkrechte Felswände, mächtige Gletscher, tosende Wasserfälle, abgrundtiefe Schluchten und azurblaue Seen beeindruckten und prägten. Da wo Uri, Nidwalden, Obwalden und Bern zusammentreffen, wird es für uns Biker besonders spektakulär. Vom malerischen Vierwaldstättersee ging es durch die Voralpen bis ins Hochgebirge und wieder zurück. Dies waren zwei Tage lang Innerschweizer Bikespektakel von der exklusivsten Sorte. Es ist 12 Uhr, wir sind bereits seit sieben Stunden auf dem Bike und haben 3700 Hm in den Beinen. Mit fast 2000 Tiefenmetern starten wir hier zu einer der längsten Trailabfahrten der Innerschweiz. Wohl schon in der Eisenzeit, aber sicher in der Bronzezeit und auch von Römern wurde dieser Übergang genutzt. «Ausgebaut» mit einem Handelsweg wurde er jedoch nie. Zu lange liegt der Schnee in diesen wilden Hängen. Auch für uns galt es - obwohl schon September - noch zwei grössere Schneefelder zu queren. Laut einer Sage soll auf den Alpweiden unter uns, einst ein Ungeheuer sein Unwesen getrieben haben. Dieses konnte schliesslich durch einen sieben Jahre alten Stier besiegt werden, welcher von der edelsten Jungfrau Uris zum Kampfplatz geführt wurde. Der Stier ist, wie das Ungeheuer, beim Kampf ums Leben gekommen, sein Kopf ziert aber bis heute das Urner Kantonswappen. Mit 1500 Metern ist dies der letzte lange Uphill vom ersten Tag. Zeitlich liegen wir etwas vor meiner Marschtabelle und wir können die Abendstimmung im Hochgebirge in vollen Zügen geniessen. Militärstrategisch hatte der Übergang eine kurze Zeit lang eine gewisse Bedeutung. So wurde 500 Meter unter uns, an einem natürlichen Engpass, im 17. Jahrhundert ein Damm erbaut. Bei Gefahr wurde dieser geschlossen, das aufgestaute Wasser überschwemmte den alten Saumweg und machte ihn unpassierbar. 1712 konnte so ein Vordringen einer Berner Armee verhindert werden. Knapp hundert Jahre später, als Napoleon mit seinem Heer kam, hatte diese Verteidigungstaktik aber keine Chance mehr. 3500 Meter stemmen sich
Senkrechte Felswände, mächtige Gletscher, tosende Wasserfälle, abgrundtiefe Schluchten und azurblaue Seen beeindruckten und prägten. Da wo Uri, Nidwalden, Obwalden und Bern zusammentreffen, wird es für uns Biker besonders spektakulär. Vom malerischen Vierwaldstättersee ging es durch die Voralpen bis ins Hochgebirge
Die Dauphine ist eine besonders geschichtsträchtige Region und gehört zu den am dünnsten besiedelten Alpenlandschaften. Hannibal, Napoleon und verschiedene Heere sind hier vorbeigezogen. Auf historischen Pfaden ging es über abgelegene Pässe und hinein in einsame Täler. Erbaut und genutzt wurden diese Wege einst von Hirten, Bauern, Säumern und Soldaten – eine Woche lang wurden wir verwöhnt mit Trail- und Landschafts-Emotionen die nicht in Worte zu fassen sind. Die eindrucksvollen und mächtigen Felsspitzen im Hintergrund stemmen sich bis 4102 Meter (Barre des Ecrins) in den Himmel. Die «Barre» ist somit der südlichste und westlichste 4000-er des Alpenbogens. Erst in 100 km Entfernung werden im Montblanc-Massiv grössere Höhen erreicht. Im Grenzgebiet zwischen Savoyen und der Provence erreichen wir dieses malerische Plateau. Der tiefblaue See ist für uns der Übergang ins hochalpine Gelände. Nur eine halbe Stunde später führt uns der Trail fast bis auf einen Gletscher. 2800 Höhenmeter lang ist dieser Uphill von den Weinreben bis zum Gletscherrand - er zählt Alpenweit zu den längsten. Ab nun biken wir während der gesamten Tour, fast durchwegs in Höhenlagen zwischen 1600 und 2900 Metern. Tag zwei steht im Zeichen eines beeindruckend langen «Balkon-Trails». Es geht über Hochplateaus, die ans tibetanische Hochland erinnern und erklimmen spektakuläre Schultern von welchen gewaltige Felswände in die tiefen Täler abfallen. Wir wägen uns im schönsten Trail-Traum. Flow, Panorama, Sonnenschein und Glücksgefühle vereinen sich. Fünf Stunden fahren wir auf diesem Panoramatrail schauen dabei permanent zum Pellvoux-Massiv hinüber. Vor uns türmt sich die 3983 Meter hohe La Meije in den Himmel. Obwohl der Berg die 4000-Meter-Marke knapp verfehlt, ist er nach dem Mont Blanc, der bekannteste Berg Frankreichs. Dieser schöne Wiesentrail leitet über einen gut versteckten Übergang, hinein in den höchst gelegenen Kulturraum Europas. Die Vegetations- und Waldgrenze (2300 müM) liegt hier deutlich höher als in anderen Alpenregionen. Normalerweise treffe ich
Die Dauphine ist eine besonders geschichtsträchtige Region und gehört zu den am dünnsten besiedelten Alpenlandschaften. Hannibal, Napoleon und verschiedene Heere sind hier vorbeigezogen. Auf historischen Pfaden ging es über abgelegene Pässe und hinein in einsame Täler. Erbaut und genutzt wurden
Der Alltag hat uns wieder. Diese vier Tage waren so schnell vorbei – unglaublich! Zuerst einmal recht herzlichen Dank an alle Teilnehmer. Ihr seid ein tolles Team gewesen und ich habe zusammen mit euch viel Spass gehabt! In Scuol sind wir gestartet – gemütlich gings durchs Dorf und dann langsam den ersten Berg. Der gebrochene Bremshebel von Christoph wurde noch in Scuol repariert – wir (der Rest der Gruppe) genossen eine längere «Cappuccino-Pause». Am höchst gelegenen Arvenwald Europas vorbei geht’s Richtung Süden. Wir geniessen einen flowigen Singletrail hinunter zu unserer Unterkunft und sind bereits zeitig da - es bleibt also genug Zeit für einen feinen Apéro! Heute sind wir auf den Trails, unweit vom Schweizer Nationalpark, unterwegs. Schon bald nach dem Start steigt der Weg steil an – die stärksten fahren hoch… Die Mühe lohnt sich – es tut sich eine attraktive, wellige Hochebene auf und wir nehmen den Weg Richtung Italilen. Die Gegend ist sehr einsam und wunderbar tut sich uns die Sicht auf den Lago di Livigno auf. Wir können tolle Aufnahmen machen! Bei einer kleinen «Schlüsselstelle» holen wir uns nasse Füsse, aber das gehört halt auch dazu. Als Team schaffen wir auch diese Hürde! Die Aussicht ist aber genial und wir sind so gut im Zeitplan, dass wir gerne die Idee von Irene umsetzen und eine Zusatzschleife in Angriff nehmen. Auf geht’s nach Livigno - der Jubel-Trubel hier ist riesig – ein grosser Kontrast zum bisherigen Tag. Der Shuttlebus bringt uns gemütlich zurück in unser Hotel. Roman ( der Chef vom Shuttleservice) bringt sogar das defekte Bike von Michael zum Mechaniker – am nächsten Tag ist es wieder Einsatzbereit. Danke für diesen top Service! Auch der nächste Tag erwartet uns mit Trail- und Landschaftsleckerbissen von der feinsten Art. Nach den Fotos auf dem Pass, lassen wir unsere
Der Alltag hat uns wieder. Diese vier Tage waren so schnell vorbei – unglaublich! Zuerst einmal recht herzlichen Dank an alle Teilnehmer. Ihr seid ein tolles Team gewesen und ich habe zusammen mit euch viel Spass gehabt! In Scuol sind
In den vergangenen 15 Jahren überquerte ich in den wilden Westalpen unzählige Pässe und fuhr zehntausende (Trail)-Kilometer durch die vergessenen Täler dieser einzigartigen Alpenlandschaft. Inspiriert vom GTA-Weitwanderweg, reifte schnell die Idee von einer Biketour, die durch diese besonders abgeschiedene Alpenregion führen sollte. Lange Zeit schien es mir keine ideale Streckenführung zu geben. Erst als ich die Idee eines klassischen Nord-Süd-Alpencrosses verworfen hatte, zeichnete sich in meinen Gedanken mehr und mehr eine unglaubliche Tour ab. Schnell war klar, dass dies der härteste Alpencross wird, den ich je in meinem Tourenprogramm hatte. Eine Tour die zehn okzitanische Täler miteinander verbindet und wo in sechs Tagen gerade mal zwei Dörfer und fünf Weiler passiert werden. Auf steilen Uphills geht es über höchste Pässe und auf knackigen Abfahrten hinunter in die gottverlassenen Talschlüsse der längsten Westalpen-Täler. Möglichst nah dem Alpenhauptkamm folgend erlebt man Natur- und Gebirgsszenerien die für immer prägen. All die Täler – ob auf italienischer oder auf französischer Seite – sind stark von der, bis heute anhaltenden, Abwanderung geprägt. Der «moderne» Tourismus konnte nur punktuell Fuss fassen. Dies führte dazu, dass diese Berge und Talschaften bis heute einzigartig und ursprünglich geblieben sind. Jedes dieser okzitanischen Täler hat seinen ureigenen Charakter. Von der Westalpen-Faszination werden wir bereits auf den ersten Metern tief in den Bann gezogen. Asphalt gibt es heute keinen einzigen Meter und nach drei Minuten sind wir auch bereits auf dem ersten Trail unterwegs. Am ersten Tag ist das Gelände sehr verwinkelt, über unzählige Pässe führen alte Militärwege und leiten in atemberaubende Talschaften. Für die Partisanen im zweiten Weltkrieg waren dies ideale Rückzugsorte. Hier konnten sie sich verstecken und im Notfall schnell über verschiedene Pässe in andere Täler oder gar nach Frankreich fliehen. So zart wie die Abfahrt beginnt so knackig wird sie bereits nach wenigen Metern – ein Appetizer auf
In den vergangenen 15 Jahren überquerte ich in den wilden Westalpen unzählige Pässe und fuhr zehntausende (Trail)-Kilometer durch die vergessenen Täler dieser einzigartigen Alpenlandschaft. Inspiriert vom GTA-Weitwanderweg, reifte schnell die Idee von einer Biketour, die durch diese besonders abgeschiedene Alpenregion
Zwischen den wilden Felsmassiven der Cima Argentera und Monaco liegen nur gerade 60 Kilometer. Im Norden sind es die 3000-er Felsmassive und im Süden das tiefblaue Meer der Côte d’Azur. Kurz bevor die Alpen das Meer erreichen, türmen sie sich noch mal mächtig auf und erwarteten uns mit viel Einsamkeit und purer Wildheit. Unterwegs auf den Trails von Händlern, Hirten, Sarazenen, Kriegern, Bauern, Römern und Königen erlebten wir Trailfaszination und die Geschichte einer ganzen Alpenregion. Hier in den tiefsten Seealpen «erfahren» wir gerade ein Meisterwerkt hochalpiner Wegbautechnik. Alte Jagdwege führen ins hochalpine Block-Gelände. Im Angesicht des Argentera-Massiv (3297m) können wir kaum glauben was wir gerade sehen und erleben. Nur wenige Täler der Alpen sind in der Vergangenheit so vereinsamt wie die Südtäler des Piemonts. Die Abwanderung hat gnadenlos zugeschlagen und hält bis heute an. Deshalb werden sie als die «schwarzen Täler der Alpen» bezeichnet. Viel treffender wären die «grünen Täler der Alpen». Denn was die Bauern in Jahrhunderte langer Arbeit der Natur abgerungen haben, holt diese sich seit 70 Jahren mehr und mehr zurück. Abgesehen von der Entvölkerung hat sich wenig verändert. Die moderne Landwirtschaft oder der Tourismus haben hier nie Fuss gefasst. Mitten im Wald stehen Geisterdörfer und erinnern uns an eine längst vergessene Zeit. Mit 1400 Höhenmeter befahren wir einer der längsten Traill-Uphills den ich in kenne. Zuerst geht’s im Tal durch dichten Laubwald, später windet er sich aus einem tiefen Gebirgskessel berghoch und zum Schluss leitet er über offenes Karstgelände bis zum Alpenhauptkamm. Die Dimensionen beeindrucken. Kaum zu glauben was die Kriegsbaumeister hier im zweiten Weltkrieg erbaut haben. Der Weg entstand auf dem Trassee einer ehemaligen «Via Sale» auf welcher das kostbare Salz von der ligurischen Küste in die Poebene transportiert wurde. Es ist der erste grosse Uphill-Contest unserer Tour und zugleich der Beginn einer andauernden 40
Zwischen den wilden Felsmassiven der Cima Argentera und Monaco liegen nur gerade 60 Kilometer. Im Norden sind es die 3000-er Felsmassive und im Süden das tiefblaue Meer der Côte d’Azur. Kurz bevor die Alpen das Meer erreichen, türmen sie sich